Mittelfeldmotor
Bayern-Star Bastian Schweinsteiger trainiert in Doha für sein Comeback. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Bayern-Star Bastian Schweinsteiger trainiert in Doha für sein Comeback. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

dpa

Bayern-Star Bastian Schweinsteiger trainiert in Doha für sein Comeback. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Doha (dpa) - Den ultimativen Belastungstest für das vor zwei Monaten gebrochene Schlüsselbein hat Bastian Schweinsteiger noch nicht gewagt. «Ich bin noch nicht in einem Zweikampf gegen Daniel van Buyten gelaufen, das wäre der größte Test. Da lasse ich mir noch etwas Zeit», scherzte der Fußball-Nationalspieler bestens gelaunt im Trainingslager des FC Bayern München in Doha. Der schmerzlich vermisste Mittelfeldchef ist wieder da - und er mischt auf dem Fußballplatz munter mit und übernimmt auch wieder das Kommando. «Die Trainingseinheiten helfen mir, die Trainingsspiele, die Zweikämpfe. Es sieht ganz gut aus», schilderte Schweinsteiger das körperliche Empfinden. «Passieren dürfte nichts mehr. Letztendlich ist es eine Kopfsache.» Der Schock war groß, als sich der 27-Jährige Anfang November in der Champions League beim 3:2-Sieg gegen den SSC Neapel verletzt hatte. Danach gab es einen Leistungsknick, umso glücklicher sind Trainer Jupp Heynckes und die Teamkollegen, dass der Taktgeber zurück ist. «Bastian ist ein Schlüsselspieler im Mittelfeld für uns. Er ist eine Persönlichkeit, er spricht viel auf dem Platz und ist wichtig als Anspielstation», erklärte Franck Ribéry. 2012 soll das Jahr des Bastian Schweinsteiger werden, mit den Bayern und am Saisonende bei der Europameisterschaft. «Ich habe meine Messlatte sehr hoch gesteckt für das neue Jahr. Ich erwarte viel von mir. Wir wollen alle einen internationalen Titel gewinnen, mit dem FC Bayern und der Nationalmannschaft.» Seinen Arbeitgeber sieht er für den Sturm auf drei Titel gewappnet, den größten Anreiz aber biete die Champions League. «Ich bin schon Meister und Pokalsieger geworden. Es ist verständlich, dass man sich andere Ziele setzt. Und wir sind noch stärker als 2010, als wir im Finale gegen Inter Mailand standen.» Das 0:2 wurmt ihn dabei noch heute: «Wir haben da eine große Chance vergeben. Ich will unbedingt nochmal im Finale stehen.» Auf dem Weg zum Heimendspiel am 19. Mai in München möchte er von sofort an wieder als Führungskraft vorangehen: «Ich habe schon eine Verantwortung, das ist mir bewusst.» Sein Nahziel ist der Rückrundenauftakt am 20. Januar in Mönchengladbach. «Ab dem Spiel muss die Post abgehen.» Ein Zeichen will er beim Tabellenvierten setzen, gerade auch im Fernduell mit dem zweitplatzierten deutschen Meister Borussia Dortmund, den er nach dem Millionen-Transfer von Nationalelf-Kollege Marco Reus als «stärksten Konkurrenten» für die kommenden Jahre betrachtet. «Letztendlich wird aber Bayern München immer eine qualitativ bessere Mannschaft haben», sagte Schweinsteiger selbstbewusst. Bei der 0:1-Hinspielpleite gegen Dortmund fehlte er. «Wenn man verletzt ist und zuschauen muss, kann man keinen Einfluss nehmen.» Das ändert sich jetzt wieder: «Das Timing der Verletzung hat schon gepasst. Besser jetzt als im April.»

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