Ur-Schalker
Schalke will Rudi Assauer besonders ehren. Foto: Ingo Wagner

Schalke will Rudi Assauer besonders ehren. Foto: Ingo Wagner

dpa

Schalke will Rudi Assauer besonders ehren. Foto: Ingo Wagner

Gelsenkirchen (dpa) - Späte Versöhnung: Der FC Schalke 04 will den an Alzheimer erkrankten Rudi Assauer in seine Ehrenkabine aufnehmen. Der 67 Jahre alte, langjährige Manager des Fußballvereins soll in dieser Ruhmeshalle gewürdigt werden.

Zahlreiche Mitglieder hätten sich für die Aufnahme Assauers ausgesprochen, hieß es in einer Mitteilung des Clubs. Vorstand und Aufsichtsrat befürworteten die Idee. Auf der Jahreshauptversammlung am 3. Juni in Gelsenkirchen soll es so weit sein.

Die Ehrenkabine gibt es seit vier Jahren. Sie setzt sich zusammen aus den Mitgliedern der 1999 gewählten Jahrhundertelf der Königsblauen, den 2008 von den Mitgliedern gekürten neun Ehrenspielführern sowie den seit 2008 jährlich neu berufenen zwei Mitgliedern. Als erstes wurden Ebbe Sand und Edi Frühwirth geehrt. Es folgten 2009 Ernst Kalwitzki und Charly Neumann, 2010 Jiri Nemec und Aki Lütkebohmert sowie im vergangenen Jahr Marcelo Bordon und Otto Tibulsky.

Besonders nach Bekanntwerden von Assauers Alzheimer-Krankheit seien viele Fans mit Briefen, E-Mails und Faxen mit dem Wunsch an den Verein herangetreten, Assauer in die Ehrenkabine aufzunehmen, teilte der Club mit.

Assauer war 2006 im Streit und auf Druck des damaligen Vorstands und Aufsichtsrats von seinem Manageramt zurückgetreten. Zuvor hatte er den FC Schalke 04 viele Jahre maßgeblich geprägt. Während seiner Amtszeit gewann der Club 1997 den UEFA-Pokal sowie 2001 und 2002 den DFB-Pokal und wurde zweimal Vize-Meister. Assauer gilt als Vater der Schalker Arena, die 2001 eingeweiht wurde.

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