Abgehakt
Schalkes Trainer Ralf Rangnick nimmt die Heimniederlage gegen Kaiserslautern zur Kenntnis.

Schalkes Trainer Ralf Rangnick nimmt die Heimniederlage gegen Kaiserslautern zur Kenntnis.

dpa

Schalkes Trainer Ralf Rangnick nimmt die Heimniederlage gegen Kaiserslautern zur Kenntnis.

Gelsenkirchen (dpa) - Schalke 04 hakt die restlos verkorkste Bundesliga-Saison ab. Ralf Rangnick und die Fußballer in Königsblau haben aber noch zwei Ziele: die Champions League mit dem Halbfinal-Knüller gegen Manchester United und das DFB-Pokalfinale gegen Zweitligist MSV Duisburg.

Nahezu gleichgültig nahmen Rangnick und Co. das 0:1 (0:1) vor 61 673 Zuschauern in der ausverkauften Gelsenkirchener Arena gegen den fast geretteten Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern zur Kenntnis. Kein Spur von Schalker Zerknirschung, obwohl Manager Horst Heldt eines freimütig einräumte: «Wir sind nicht glücklich, dass wir dieses Spiel nicht gewonnen haben.» Der Pfälzer Torjäger Srdjan Lakic mit dem entscheidenden Treffer in der 42. Minute, Rangnicks Aufstellung mit einer verstärkten B-Elf und Unzulänglichkeiten im Auswerten der Chancen waren die maßgeblichen Faktoren für die sechste Heimniederlage des Vizemeisters von 2010 in dieser Spielzeit.

Heldt nahm das Team und Rangnick für dessen Auswahl in Schutz: «Ich erkenne nicht, dass die Mannschaft nicht alles versucht hat, das Spiel zu gewinnen.» Doch es war jede Menge Sand im Getriebe, obwohl Sergio Escudero, Youngster Julian Draxler und Joel Matip in der Schlussphase der unterhaltsamen Begegnung den Ausgleich vor den Füßen hatten.

Rangnick pokerte und holte die Nicht-Stammspieler Sergio Escudero, Hao Junmin, Vasileios Pliatsikas oder Danilo Avelar in die Startelf - aus nachvollziehbaren Beweggründen. «Wenn wir heute mit der annähernd gleichen Mannschaft wie am Dienstag gespielt hätten, wäre es schwer, gegen Manchester zu gewinnen», argumentierte der Schalker Coach im Anschluss an die erste Niederlage seit seiner Rückkehr. Rangnick attestierte seiner Mannschaft einen «ordentlichen Auftritt», bei dem man bedenken müsse, dass seine Elf noch nie in dieser Besetzung zusammengespielt habe.

«In der Champions League werden wir wieder eine andere Startelf haben», kündigte der Magath-Nachfolger für das erste Halbfinal-Aufeinandertreffen mit den «Red Devils» aus Manchester am Dienstag (20.45 Uhr) im ausverkauften Gelsenkirchener Stadion an. Die 54 142 verfügbaren Tickets waren nach der «magischen Nacht» beim 5:2 im Viertelfinale von Mailand und dem 2:1 im Rückspiel gegen Titelverteidiger Inter binnen Stunden vergriffen.

Auch in der Pfalz steht ein Fußball-Fest bevor: Im Duell im kommenden Spiel mit dem FC St. Pauli soll der letzte Schritt Richtung Klassenverbleib folgen. «Wir sind zehn Zentimeter vor der Ziellinie», befand FCK-Chef Stefan Kuntz nach dem dritten Auswärtserfolg in Serie und dem ersten in Gelsenkirchen seit dem 8. April 2000. Kuntz war erleichtert: «Jetzt können wir ein paar Steine aus dem Rucksack lassen.»

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer