Dortmunds verlorener Sohn beendet vorläufig einen Irrtum und wird bis 2014 von Real Madrid ausgeliehen.

Alles bereitet für sein BVB-Comeback: Nuri Sahin präsentiert gestern in Dortmund sein Trikot mit der Nummer 18.
Alles bereitet für sein BVB-Comeback: Nuri Sahin präsentiert gestern in Dortmund sein Trikot mit der Nummer 18.

Alles bereitet für sein BVB-Comeback: Nuri Sahin präsentiert gestern in Dortmund sein Trikot mit der Nummer 18.

Jürgen Klopp kann Nuri Sahin wieder in Dortmund begrüßen. Foto: Marc Müller

dpa, Bild 1 von 2

Alles bereitet für sein BVB-Comeback: Nuri Sahin präsentiert gestern in Dortmund sein Trikot mit der Nummer 18.

Düsseldorf. „Nuri is back, und das ist auch gut so“, sagte am Freitag um 18.07 Uhr bei der kurzfristig einberufenen Pressekonferenz ein sichtlich zufriedener Hans-Joachim Watzke. Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund präsentierte zusammen mit Sportdirektor Michael Zorc einen Neuzugang, an dessen Namen sich die Fans von Borussia Dortmund nicht gewöhnen müssen: Nuri Sahin, Eigengewächs, jüngster Bundesligaspieler aller Zeiten, Kopf der Meistermannschaft von 2011.

Der Kontakt zwischen Sahin und dem Club war nie abgerissen

Sahin wird von Real Madrid bis Ende Juni 2014 ausgeliehen und könnte schon zum Auftakt der Rückrunde am Samstag, 19. Januar, sein Comeback gegen Werder Bremen geben. Auch dem eher zurückhaltenden Heimkehrer war die Erleichterung über den Wechsel am Freitag anzusehen. „Borussia Dortmund ist mein Zuhause. Ich kenne hier jedes Gesicht und freue mich auf die Jungs.“

Noch am Mittwoch hatten die Verantwortlichen in Dortmund einen möglichen Wechsel heftig dementiert: „Das löst bei mir teilweise Belustigung und Kopfschütteln aus“, sagte Watzke.

„Borussia Dortmund ist mein Zuhause. Ich kenne hier jedes Gesicht.“

Nuri Sahin über seinen neuen und alten Arbeitgeber

Ebenfalls am Mittwoch kam laut Watzke dann aber das Signal zu Verhandlungen von Real Madrid. „Wir haben damals bei Nuris Wechsel Real Madrid gesagt, dass sie uns ein Zeichen geben sollen, wenn eine Rückkehr möglich ist.“ Danach ging alles ganz schnell.

Denn Sahin – unzufrieden über seine Reservistenrolle bei Real Madrid und ausgeliehen zum FC Liverpool – hatte den Kontakt zum BVB nie abreißen lassen. Mit seinen alten Mannschaftskameraden schrieb er sich regelmäßig SMS, stand mit Jürgen Klopp telefonisch in Kontakt und war beim Champions-League-Spiel der Borussia in Manchester ein gern gesehener Gast beim Essen im Kreis der Mannschaft.

Nuri Sahin wurde am 5. September 1988 in Lüdenscheid geboren. Bei Borussia Dortmund spielte er von 2005 bis 2011 bei den Profis. 2007 wurde er für ein Jahr an Feyenoord Rotterdam ausgeliehen. Seit 2011 spielte er für Real Madrid und war seit dem Sommer 2012 an den FC Liverpool ausgeliehen.


Niederländischer Pokalsieger 2008
Deutscher Meister 2011
Spanischer Meister 2012

„Als Mensch und Fußballer habe ich gemerkt, dass ich zu 100 Prozent zu diesem Verein gehöre“, sagte Sahin, der mit der Rückennummer 18 auflaufen wird. Seine bisherige Nummer 8 trägt Ilkay Gündogan.

Auch wenn er in den vergangenen eineinhalb Jahren wenig gespielt habe, blickt der 24-Jährige optimistisch nach vorne: „Ich bin gereift und ein besserer Fußballer geworden. Ich habe mit den besten Spielern der Welt zusammengespielt.“ Ob Sahin am Sonntag beim Wintercup in Düsseldorf antritt, ist noch unklar.

Dass Linksverteidiger Marcel Schmelzer (24) seinen bis 2014 laufenden Vertrag vorzeitig bis 2017 verlängerte, geriet gestern zur Randnotiz.

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