Nach guter Winterpause gehen Gertjan Verbeek und Martin Bader das Projekt Nichtabstieg zuversichtlich an. Foto: Daniel Karmann
Nach guter Winterpause gehen Gertjan Verbeek und Martin Bader das Projekt Nichtabstieg zuversichtlich an. Foto: Daniel Karmann

Nach guter Winterpause gehen Gertjan Verbeek und Martin Bader das Projekt Nichtabstieg zuversichtlich an. Foto: Daniel Karmann

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Nach guter Winterpause gehen Gertjan Verbeek und Martin Bader das Projekt Nichtabstieg zuversichtlich an. Foto: Daniel Karmann

Nürnberg (dpa) - Null Siege, Tabellenrang 17 - vor dem Start seiner schwierigen Mission Klassenverbleib regiert beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg der Trotz.

«Sollen ruhig alle glauben, dass Eintracht Braunschweig und der 1. FC Nürnberg absteigen. Wir haben in den vergangenen Jahren, in denen wir unten reingerutscht sind, immer zum richtigen Zeitpunkt die Qualität auf den Platz gebracht. So wird es auch diesmal sein», sagte «Club»-Vorstand Martin Bader jüngst in einem Interview der «Nürnberger Nachrichten». Sein hoffnungsvolles Fazit: «Nein, wir steigen nicht ab.»

Tatsächlich spricht - abgesehen von der nackten Tabellensituation - durchaus einiges für den Traditionsverein. Wie kaum ein anderer Verein kennt sich der «Club» im Abstiegskampf aus, wiederholt konnten sich die Franken vor dem Absturz retten. Um aber den Klassenverbleib auch diesmal zu schaffen, müssen endlich Siege her - möglichst schon daheim beim Rückrunden-Auftakt gegen 1899 Hoffenheim.

In der Hinrunde musste der neunmalige deutsche Meister den traurigen Rekord verbuchen, als erstes Team in 50 Jahren Bundesliga keinen einzigen Dreier geholt zu haben. Doch das ist Vergangenheit, auch hier wollen die Franken dagegenhalten. «Wenn wir es am Ende schaffen, trotz des Negativrekords in der Klasse zu bleiben, hätten wir auch wieder einen Rekord», erklärt Bader.

Mut zieht der «Club» aus seinem Trainingslager in Spanien. Alle drei Testspiele gegen Steaua Bukarest, den FC Luzern und Grashopper Zürich wurden gewonnen. Zudem durfte sich die schwächelnde Nürnberger Offensive mit insgesamt neun Treffern über viele Tore freuen. Dies macht Hoffnung für den Ernstfall Bundesliga: Der Vorrunden-Durchschnitt von einem Treffer pro Partie dürfte kaum zum Drinbleiben reichen.

Doch nicht nur Positives gab es für Nürnberg in der Vorbereitung auf die alles entscheidende zweite Saisonhälfte zu vermelden. Schmerzhaft sind die Ausfälle der Stammspieler Makoto Hasebe (Außenmeniskus-Riss) und Emanuel Pogatetz (Außenbandanriss im linken Knie), die sich in den Testspielen am Rande des Trainingslagers in Mijas verletzten und wochenlang fehlen werden. Trainer Gertjan Verbeek nimmt die Ausfälle inzwischen gelassen: «Die Welt dreht sich weiter», sagte der Niederländer, der nun wahrscheinlich auf die Routiniers Javier Pinola und Markus Feulner baut.

Immerhin steht am Samstag gegen Hoffenheim einem Einsatz von Torhüter-Routinier Raphael Schäfer nach überstandener Schleimbeutel-Entzündung nichts mehr im Wege. Schon beim Rückrunden-Start hofft der bislang so glücklose Verbeek auf die Trendwende. Wohl auch aus ästhetischen Gründen: «Mein Bart wird erst abrasiert, wenn wir in der Bundesliga gewinnen. Testspielsiege gelten nicht.» Das gilt übrigens nicht nur für Verbeeks Bart-Schwur, sondern auch für den Abstiegskampf.

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