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Ein Ausfall von Rafael van der Vaart würde die Personalprobleme beim HSV noch verschärfen. Foto: Carmen Jaspersen

Ein Ausfall von Rafael van der Vaart würde die Personalprobleme beim HSV noch verschärfen. Foto: Carmen Jaspersen

dpa

Ein Ausfall von Rafael van der Vaart würde die Personalprobleme beim HSV noch verschärfen. Foto: Carmen Jaspersen

Hamburg (dpa) - Ausgerechnet vor dem richtungsweisenden Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt muss Trainer Mirko Slomka beim Hamburger SV zahlreiche Baustellen beheben.

Für die jüngste Hiobsbotschaft sorgte Kapitän Rafael van der Vaart, der die Teilnahme am Länderspiel der niederländischen Fußball-Nationalelf in Frankreich absagte. Der Mittelfeldakteur reiste wegen eines grippalen Infekts vorzeitig aus dem Oranje-Quartier in Noordwijk ab und wurde im Laufe des Dienstags in Hamburg zurückerwartet. «Ich hoffe, dass es kein schlimmer Infekt ist», sagte Slomka, der den Spielmacher für das Frankfurt-Spiel fest eingeplant hat.

Denn Personalprobleme hat der van Marwijk-Nachfolger derzeit vor allem im Mittelfeld genug. Hakan Calhanoglus Mitwirken bleibt wegen einer Zerrung fraglich. Etwas besser sieht es bei Petr Jiracek aus, bei dem die Belastung nach einer Muskelblessur am Mittwoch gesteigert werden soll. Auch bei Ivo Ilicevic entscheidet sich Mitte der Woche, ob ein Comeback nach auskurierter Zerrung schon möglich ist. Bei dem wegen eines Mittelhandbruchs operierten Ivan Badelj wurde am Dienstag mit der Wundversorgung begonnen. Der Kroate erhält eine Schiene und soll am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Fragezeichen gibt es nach dem Ausfall von Slobodan Rajkovic (Kreuz- und Innenbandriss) auch in der Innenverteidigung. Nationalspieler Heiko Westermann absolvierte nach auskurierter Grippe das komplette Programm und gilt als erster Nachrücker. «Heiko hat diese Position oft gespielt», meinte Slomka über den Routinier. Um nach Alternativen Ausschau halten zu können, setzte Slomka für die zweite Einheit ein Trainingsspiel über 2 x 30 Minuten gegen die eigene U 23 an. Viel Positives dürfte er dabei nicht gesehen haben, denn durch ein Tor von Nils Brüning siegte das Regionalliga-Team nicht unverdient mit 1:0.

Hauptthema am Volkspark war aber Sorgenkind van der Vaart. Slomka jedoch brach für den von den Ex-Nationalspielern Günter Netzer und Lothar Matthäus wegen unzureichender Leistungen scharf kritisierten Regisseur eine Lanze. «Es ist für mich unverständlich, dass sich die Kritik auf ihn fokussiert, und ungerecht, sich einen rauszupicken», monierte Slomka. Er wisse «permanent, wofür wir ihn brauchen» - und will den als guten Schützen und Vorlagengeber bekannten Holländer künftig direkt hinter den Spitzen einsetzen, damit er seine Stärken besser zur Geltung bringen kann. Wenn er denn rechtzeitig fit wird...

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