Autogramm
Bayern-Trainer Louis van Gaal gibt einem kleinen Jungen ein Autogramm.

Bayern-Trainer Louis van Gaal gibt einem kleinen Jungen ein Autogramm.

Mark van Bommel am Check-In-Schalter am Flughafen in München.

Anatoli Timoschtschuk fliegt mit nach Doha.

Miroslav Klose lässt sich von einem Fan fotografieren.

Bastian Schweinsteiger unterhält sich mit Bayern-Fans.

Bayern-Trainer Louis van Gaal vor dem Abflug ins Trainingslager nach Doha.

dpa, Bild 1 von 6

Bayern-Trainer Louis van Gaal gibt einem kleinen Jungen ein Autogramm.

Doha (dpa) - Ab in die Wüste! Millionen-Einkauf Luiz Gustavo war noch nicht an Bord, als der FC Bayern am Sonntag ins Trainingslager nach Katar aufbrach.

Dafür saß Kapitän Mark van Bommel im Flieger nach Doha, allerdings ohne zuvor ein klares Bekenntnis für einen Verbleib beim deutschen Fußball-Meister bis zum Vertragsende im Sommer abzugeben. «Definitiv ist nichts», erklärte der Niederländer: «Jetzt fahre ich ins Trainingslager - und dann schauen wir mal.»

Aufregende Tage könnten in Doha anstehen, wo Trainer Louis van Gaal den Rekordmeister bei Sonnenschein und Temperaturen von mehr als 20 Grad fit machen möchte für den weiteren Tanz auf drei Hochzeiten. «Das Transferfenster ist gerade geöffnet. Für jeden Verein ist das eine unruhige Zeit», sagte van Bommel: «Da kann vieles passieren.»

Trainer Louis van Gaal sorgte zu Jahresbeginn auch noch für etwas Verwirrung. Beim Abflug nach Katar stellte er «eine Überraschung» in Aussicht: «Vielleicht kommt noch ein Spieler diese Woche», kündigte er Zugang eines Offensivspielers an, der im «angreifenden» Bereich «alles spielen» könne. Die Wahrscheinlichkeit taxierte er auf «99 Prozent».

Doch Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge widersprach prompt: «Wir werden im Januar keinen weiteren Spieler holen», sagte er in der «Bild»-Zeitung. Der Coach habe möglicherweise Arjen Robben gemeint, «der ja nach seiner Verletzungspause zurückkehrt», sagte Rummenigge.

In Neuzugang Gustavo, dessen sofortiger Transfer aus Hoffenheim für rund 15 Millionen Euro zu Jahresbeginn fixiert werden konnte, könnte van Bommel ein weiterer Konkurrent im Mittelfeld erwachsen. «Ich bin sehr froh, dass er kommt», sagte der 33 Jahre alte Kapitän gelassen: «Jede Verstärkung müssen wir begrüßen und so schnell wie möglich integrieren. Das hilft der Mannschaft und dem Verein.»

Van Gaal begrüßte den Blitztransfer des Brasilianers, der einen Viereinhalbjahresvertrag bis zum 30. Juni 2015 erhält und am Montag mit Sportdirektor Christian Nerlinger nach Katar nachreisen soll. «Bayern kauft nur gute Spieler. Ich denke, er ist eine Verstärkung», sagte van Gaal. Gustavo sucht die Herausforderung: «Ich freue mich, dass ich bei so einer großen Mannschaft spielen kann, und ich hoffe, hier auch Titel zu gewinnen», sagte er der «Bild am Sonntag».

Van Gaal hob hervor, dass Gustavo «multifunktional» einsetzbar sei: «Das ist auch ein Grund, warum wir diesen Spieler gekauft haben», erläuterte der Trainer. Gustavo habe in Hoffenheim «immer im Mittelfeld gespielt. Aber er hat auch Innenverteidiger gespielt und linker Außenverteidiger. Auf diesen Positionen haben wir vielleicht ein Problem und können das verbessern.» Zunächst einmal aber müsse sich der Brasilianer «an Bayern München anpassen - und ein bisschen an Louis van Gaal», bemerkte der eigenwillige Coach.

Im Zuge des Gustavo-Transfers haben die Bayern den 18-jährigen Österreicher David Alaba an Hoffenheim ausgeliehen. «Er ist ein großes Talent. Aber das Problem ist, dass er bei Bayern München keine Spielzeit bekommt», erläuterte van Gaal.

Ein klärendes Gespräch wird der Trainer in Doha auch mit seinem Kapitän führen. «Ich denke nicht, dass er früher weggeht», sagte der Coach am Sonntag, «dann würde er jetzt nicht mitgehen.» Van Bommel wiederum dürfte die Konkurrenz-Situation nach dem Gustavo-Einkauf genau beobachten. Über Alternativen verfügt er offenbar: «Es gibt sehr viele Interessenten, das macht mich auch ein bisschen stolz», berichtete er: «Ich habe auch einigen Vereinen abgesagt.»

Bei Schneefall hob der Bayern-Tross am Sonntag ohne die verletzten Toni Kroos (Fuß in Gips) und Ivica Olic (Knie-Operation) sowie den erkrankten Danijel Pranjic in München ab. Im fünfeinhalb Flugstunden entfernten Doha will van Gaal Rückkehrer Robben & Co. bei angenehmen 25 Grad zweimal am Tag trainieren lassen. «Es ist für die Muskulatur besser, in der Wärme zu trainieren», erläuterte van Gaal. Den Abschluss der Übungswoche im WM-Gastgeberland von 2022 bildet ein Testspiel am Samstag gegen den lokalen Erstligisten Al Wakhrah.

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