Der Wolfsburger Fußball-Profi aus Belgien starb bei einem Verkehrsunfall auf der A2. Stephan Besche aus Wuppertal gehörte zu den Ersthelfern vor Ort.

Der Unfallwagen, aus dem Junior Malanda herausgeschleudert wurde. Der Fußballer war laut Polizei nicht angeschnallt.
Der Unfallwagen, aus dem Junior Malanda herausgeschleudert wurde. Der Fußballer war laut Polizei nicht angeschnallt.

Der Unfallwagen, aus dem Junior Malanda herausgeschleudert wurde. Der Fußballer war laut Polizei nicht angeschnallt.

dpa

Der Unfallwagen, aus dem Junior Malanda herausgeschleudert wurde. Der Fußballer war laut Polizei nicht angeschnallt.

Braunschweig. Der Wuppertaler Feuerwehrmann Stephan Besche fuhr am Samstagnachmittag auf der A2 Richtung Braunschweig, als er die Stelle passierte, an der der Wolfsburger Fußballprofi Junior Malanda verunglückt war. „Ich hatte mit meinem Wagen gerade eine Gewitterzelle überstanden. Das Wasser stand zentimeterhoch auf der Autobahn. Plötzlich sah ich am rechten Rand mehrere Autos mit blinkenden Lichtern stehen“, berichtet Stephan Besche. "Als ich auch den Unfallwagen auf dem Dach liegen sah und registrierte, dass keine Retter vor Ort waren, habe ich geistesgegenwärtig gestoppt, um erste Hilfe zu leisten.“

Der Unfallwagen hatte die Leitplanke plattgewalzt und sich danach mehrfach überschlagen. Überall lagen Gepäckstücke herum. „Der Wagen war leer. Dann bin ich zu einer kleinen Gruppe von Leuten hin, die gut 20 Meter vom Unfallwagen entfernt um eine leblos auf dem Boden liegende Person standen“, so Besche. Zwei Männer seien laut lamentierend und weinend umhergelaufen, dabei handelte es sich um die Mitfahrer Malandas. Beide wirkten geschockt, aber äußerlich unverletzt. Stephan Besche weiter: „Nachdem ich keinen Puls bei der leblosen Person feststellen konnte, habe ich sofort mit Herzdruck-Massagen begonnen. Einer der Männer begann nach meiner Aufforderung mit der Mund-zu-Mund-Beatmung zu beginnen. Einen anderen Mann habe ich angehalten, die Beine Malandas hochzunehmen, damit das Blut schneller Richtung Herz fließen kann.“

Besche reanimierte bis zum Eintreffen der Rettungskräfte – etwa zehn Minuten, so seine Einschätzung. „Zwischendurch habe ich noch einen der Umstehenden gefragt, wie lange der Mann dort schon liegen würde. Die Antwort war: ‚So etwa fünf Minuten.‘ Da war mir klar, dass der Erfolg der Reanimation sehr fragwürdig sein würde. Wichtig wäre gewesen, das damit schon vor meinem Eintreffen begonnen worden wäre. Der fehlender Puls deutet auf Herzstillstand hin, da zählt jede Sekunde.“

Die Reanimationsmaßnahmen von Besche waren denn auch vergeblich. Der eintreffende Notarzt stellte den Tod fest. „Für Ersthelfer ist ganz wichtig, dass sie sofort mit der Druckmassage des Herzens beginnen“, so der Ratschlag des Wuppertaler Feuerwehrmanns.

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