Wolfsburgs Trainer Felix Magath baut sein Team rigoros um. Foto: Peter Steffen
Wolfsburgs Trainer Felix Magath baut sein Team rigoros um. Foto: Peter Steffen

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dpa

Wolfsburgs Trainer Felix Magath baut sein Team rigoros um. Foto: Peter Steffen

Wolfsburg (dpa) - Felix Magath liegt als «VW-Chefeinkäufer» auf Rekordkurs. Mit den Millionen des Volkswagen-Konzerns baut der Trainer und Manager von Werksclub VfL Wolfsburg den Profikader erneut kräftig um und könnte schon bald eine neue Höchstmarke an Wintertransfers in der Bundesliga aufstellen.

Bei bislang sieben Neuverpflichtungen fehlen Magath noch zwei Neue, um den eigenen Rekord aus der Winterpause 2009/10 einzustellen. Damals hatte Magath den FC Schalke umgekrempelt.

Gut möglich, dass diese Marke bereits bis zum Aufbruch ins Trainingslager an diesem Samstag nach Dubai erreicht wird. Im Gespräch sind weiter Vaclav Pilar aus Pilsen und Ricardo Rodriguez aus Zürich. Die bislang letzten Zugänge teilte der in der Liga zur Halbzeit nur auf Platz zwölf liegende Meister von 2009 am Donnerstag mit: Innenverteidiger Felipe Lopes (Nacional Funchal) und Ibrahim Sissoko (Académica de Coimbra). Beide unterschrieben bis 2015.

«Wir haben nicht aus einer Laune heraus Transfers getätigt», sagte Magath, der mit den Leistungen in der Hinrunde alles andere als zufrieden war. Bereits gut drei Wochen vor dem Ende der Transferperiode hat Magath mehr neue Spieler im Winter zum VfL geholt als im Vorjahr Trainer Steve McClaren und Manager Dieter Hoeneß, die sechs neue Profis verpflichteten und damit auf Platz vier der Bundesliga-Rangliste liegen.

Unabhängig von den handelnden Personen ist es in der Transferzeit in Wolfsburg stets das selbe Bild: Genügt das sportliche Abschneiden des VfL nicht den Ansprüchen der VW-Bosse um Konzernchef Martin Winterkorn, öffnet der Clubeigner den Geldschrank und lässt den Kader umbauen. Angesichts des aktuellen Kaufrauschs eines seiner wichtigsten VW-Mitarbeiter verlor Winterkorn vor ein paar Tagen aber bereits den Überblick. «Ich tue mich schwer, mir alle Namen zu merken, aber ich weiß, wer woher kommt», hatte Winterkorn gesagt.

Auch die Nachhaltigkeit bleibt bei der Transferpolitik auf der Strecke. Von den zwölf neuen Fußballern, die Magath im Sommer geholt hatte, stehen in Hrvoje Cale und Sotirios Kyrgiakos zwei schon wieder zum Verkauf. Beide fahren ebenso wie der erst vor Jahresfrist von Hoeneß geholte Patrick Helmes nicht mit ins Trainingslager.

Laut Magath genügen die Neuen nun aber den Ansprüchen. «Es ist schwierig, Spieler zu finden, die einen Unterschied ausmachen. Uns ist allerdings mit solidem wirtschaftlichem Handeln eine gute Mischung aus Jugend, Erfahrung, Technik und Kampfgeist gelungen.» Magath hatte zuvor bereits Petr Jiracek, Ferhan Hasani, Slobodan Medojevic, Vieirinha und Giovanni Sio geholt.

Bei so vielen Neuen dürfte weiteren Profis die Abschiebung zur zweiten Mannschaft drohen. Als Kandidaten dafür kommen auch Srdjan Lakic und Patrick Ochs infrage. Beide kamen ebenfalls erst im Sommer nach Niedersachsen. «Wir haben 40 Plätze im Flieger frei, aber die werden wir nicht brauchen», meinte Magath vielsagend. Am Freitag stand der Kader für das Trainingslager noch nicht fest. Bis zum 16. Januar kommt auf Magath in Dubai nun die anspruchsvolle Aufgabe zu, eine Mannschaft aus dem wieder einmal neu formierten Kader zu formen.

Bereits verlassen haben den Verein Mittelfeldspieler Thomas Kahlenberg und Youngster Tolga Cigerci. Der Däne Kahlenberg wird für die Rückrunde an den FC Évian Gaillard ausgeliehen. Zuvor war bereits Cigerci an Borussia Mönchengladbach verliehen worden.

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