dpa

Der Mann aus dem Lkw darf ja durchaus einmal aufatmen und froh sein, keine Ohrfeige kassiert zu haben. Die kann Lukas Podolski nämlich auch, Michael Ballack kann das bezeugen. Zack – und einmal sauber durchs Gesicht gewischt. Es war der Anfang vom Ende des Capitanos.

Mit seinen 26 Lenzen ist Lukas Podolski von solcher Impulsivität ganz weit entfernt. Ein richtiger Spießbürger ist er geworden, der knuddelige Bergheimer. Als das personifizierte kölsche Kulturgut jetzt in der kölschen Südstadt mit einem Lastwagenfahrer aneinander geriet, hat sich das Ganze nach Darstellung von Prinz Poldi folgendermaßen abgespielt: Ein Interessenskonflikt im Straßenverkehr, sanfte Hinweise – und dann sei er, Podolski, übel beleidigt worden. Des Kickers Reaktion: Motor aus, Telefon raus, Polizei angerufen – und den Mann aus dem schweren Gefährt kurzerhand angezeigt. Podolski, ein Mann von Tatkraft wie sonst nur vor dem Fußballtor. Der Lkw-Fahrer – das nur am Rande – tat es ihm gleich und zeigte den Fußballer an. Unflätige Worte und ein Stinkefinger seien Bestandteil des Streits gewesen, teilte die Kölner Polizei mit. Aber von wem? Wir haben keinen Zweifel: „110 Prozent ehrliche Haut“ heißt die neue Unterhosen-Kampagne eines Sportartikelherstellers mit Podolski. Und mit Fotos des muskelbepackten Nationalspielers, mit denen es im Konfliktfall keine Worte braucht. Nicht einmal im Straßenverkehr.

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