Hoffnungsträger
Stuttgarts neuer Trainer Bruno Labbadia hofft auf eine Wende in der Bundesliga.

Stuttgarts neuer Trainer Bruno Labbadia hofft auf eine Wende in der Bundesliga.

dpa

Stuttgarts neuer Trainer Bruno Labbadia hofft auf eine Wende in der Bundesliga.

Stuttgart (dpa) - Ausgerechnet gegen seinen Ex-Club FC Bayern München will Cheftrainer Bruno Labbadia ein gelungenes Bundesliga-Debüt auf der Bank des VfB Stuttgart feiern.

Nach seinem Einstand in der Europa League mit einem 5:1-Sieg gegen Odense BK soll nun gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister die Wende im nationalen Abstiegskampf eingeleitet werden. Die Gäste seien am Sonntag zwar der Favorit, sagte Labbadia. «Das heißt aber nicht, dass sie gewinnen müssen.» Mit den Münchnern, die der VfB zudem am Mittwoch im Achtelfinale des DFB-Pokals empfängt, war der frühere Stürmer 1994 deutscher Meister geworden.

Gute Nachrichten für Labbadia gab es im Abschlusstraining des VfB: Die Probleme in der Innenverteidigung sind durch die Rückkehr von Kapitän Matthieu Delpierre nach grippalem Infekt und Serdar Tasci kleiner geworden. Beide stehen zumindest im Kader. Fraglich ist jedoch Georg Niedermeier (Erkältung). Dafür ist auch Angreifer Martin Harnik wieder dabei, der wie Tasci muskuläre Probleme auskuriert hat. Fehlen werden neben Ciprian Marica (Rotsperre) und Johan Audel (Knie) auch Daniel Didavi und Stefano Celozzi nach Muskelfaserrissen.

Um im Süd-Schlager zu gewinnen, brauche der Tabellenvorletzte ein «perfektes Spiel», erklärte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic. Er wünsche sich von den Spielern, «dass sie an sich und den Sieg glauben und damit ein Signal senden, dass sie noch leben». Zumindest bei Nationalspieler Christian Gentner, der sich vom Auftakterfolg unter Labbadia gegen Odense einen Schub auch für die Bundesliga erhofft, scheinen Bobics Worte anzukommen. «Jetzt gilt es, die letzten Punkte vor Weihnachten zu holen - es spielt keine Rolle, dass es gegen die Bayern geht», betonte der Mittelfeldspieler.

Doch auch der in dieser Saison zumindest national alles andere als überzeugende FC Bayern braucht unbedingt einen «Dreier», um im Rennen um die Champions-League-Plätze nicht weiter zurückzufallen. Deshalb will auch FCB-Stürmer Mario Gomez keine Rücksicht auf die prekäre Situation seines früheren Clubs nehmen. «Wir haben schon sehr viele Punkte verschenkt. Das macht dieses Spiel umso wichtiger», sagte der Nationalspieler den «Stuttgarter Nachrichten» vor seiner Rückkehr in die Mercedes-Benz-Arena.

«Wir wollen zum Hinrunden-Abschluss unbedingt noch ein Zeichen setzen - mit einem Dreier. Und im Pokal ist ohnehin klar: Unser Ziel ist das Finale in Berlin», sagte Gomez. Dennoch traut er dem VfB, den er 2009 in Richtung München verließ, den Klassenverbleib zu: «Ich bin sicher, sie werden es schaffen.»

In den Augen seines Trainers Louis van Gaal macht es der Wechsel auf der Bank des VfB den in Stuttgart seit fünf Spielen sieglosen Bayern eher schwerer, denn: «Labbadia kann alles neu wählen.» Doch der Niederländer betonte: «Für uns ist jedes Spiel ein Tod-oder- Gladiolen-Spiel, denn wir sind in der Bundesliga hinten dran. Wir brauchen eine Siegesserie, wir wollen eine Aufholjagd starten.» Dabei fehlen dem Champions-League-Achtelfinalisten neben Toni Kroos (Fußverletzung) weiterhin die Langzeitverletzten Ivica Olic und Holger Badstuber sowie Arjen Robben (Aufbautraining).

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