Ausfall
Shinji Kagawa kann derzeit nicht für Borussia Dortmund spielen.

Shinji Kagawa kann derzeit nicht für Borussia Dortmund spielen.

dpa

Shinji Kagawa kann derzeit nicht für Borussia Dortmund spielen.

Düsseldorf (dpa) - Nach dem personellen Rückschlag beim Tabellenführer Borussia Dortmund wittert die Konkurrenz in der Fußball-Bundesliga ihre Chance. Der Ausfall des Shooting-Stars Shinji Kagawa trifft den BVB empfindlich, möglicherweise können die Titel-Mitbewerber etwas Boden gut machen.

«Das ist eine neue Situation für Dortmund. In der Vorrunde haben sie fast immer mit der gleichen Mannschaft gespielt. Kagawa war eine bestimmende Figur in dem Konzept», sagte Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger in der «Bild»-Zeitung.

In Dortmund hat die Diagnose vom Mittelfußbruch des Japaners zwar Bestürzung, aber keine Panik ausgelöst. Aktivitäten auf dem Transfermarkt hat der Club ausgeschlossen. «Wir können den Ausfall innerhalb des Kaders kompensieren», sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc vor dem Spiel am Samstag beim VfL Wolfsburg. Schon zu Rückrundenbeginn mussten die Dortmunder ohne den beim Asien Cup eingesetzten Kagawa auskommen. Dafür stehen Lucas Barrios und Sven Bender wieder in der Startelf der Westfalen.

Der deutsche Rekordmeister will in Bremen versuchen, den Rückstand von 14 Punkten zu verkürzen. Zehn Punkte bei 14:5 Toren haben die Bayern aus den letzten vier Ligaspielen geholt. Allerdings müssen die Münchener ihre magere Auswärtsbilanz verbessern. Selbst Schlusslicht Borussia Mönchengladbach hat mehr Auswärtssiege vorzuweisen als das Star-Ensemble von Trainer Louis van Gaal. «Wir müssen auswärts endlich Konstanz reinbringen», forderte Nationalstürmer Mario Gomez. Fehlen wird erneut der verletzte Franck Ribéry.

Beim einstigen Gipfeltreffen der Liga treffen die Münchener an der Weser auf einen angeschlagenen Gegner. Mit einem Sieg hätten die Bayern erstmals in dieser Saison Platz drei erobert, doch die Bremer, einst permanenter Titelkonkurrent des Rekordmeisters, benötigen in ihrer Krise jeden Punkt. «Es ist eine gute Sache, wenn Bayern kommt. Die Erwartung an uns ist dann nicht so groß», meinte Werder-Coach Thomas Schaaf und versprach den Fans einen großen Kampf: «Was man von uns aber erwarten kann, ist, dass wir ein echter Gegner sind.»

Bei einer Niederlage würden die Bremer (22 Punkte) immer tiefer in die Abstiegszone rutschen. Am Millerntor streiten der FC St. Pauli und der 1. FC Köln (beide 19) um wichtige Zähler im Existenzkampf. «Von einem Sechs-Punkte-Spiel will ich nichts wissen. Gegen Köln fällt noch keine Vorentscheidung», sagte St. Paulis Coach Holger Stanislawski. Die Kölner müssen neben den verletzten Petit, Kevin Pezzoni und Sebastian Freis auch auf den gesperrten Geromel verzichten, St. Pauli tritt ohne Torjäger Marius Ebbers an.

Der VfB Stuttgart (16/gegen den SC Freiburg) und Borussia Mönchengladbach (13/bei Eintracht Frankfurt) müssen dringend punkten, um den Anschluss an die rettenden Plätze herzustellen. Mit vier Zählern seit dem Rückrundenstart sind die Stuttgarter unter ihrem neuen Trainer Bruno Labbadia schon auf einem guten Weg. «Wenn man die anderen Ergebnisse sieht, waren diese vier Punkte fast schon Pflicht. Die Art und Weise dieser letzten beiden Spiele müssen wir jetzt gegen Freiburg fortsetzen», sagte der VfB-Coach.

Die Gladbacher haben sich vor der Partie in Frankfurt noch mit Michael Fink für das defensive Mittelfeld verstärkt und können auch wieder mit dem zuletzt angeschlagenen Igor de Camargo rechnen. «Wir müssen unsere Punkte holen und gehen gut gerüstet in die Partie», sagte Trainer Michael Frontzeck.

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