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BVB-Trainer Jürgen Klopp ist einer Vertragsverlängerung nicht abgeneigt. Foto: Andreas Gebert

BVB-Trainer Jürgen Klopp ist einer Vertragsverlängerung nicht abgeneigt. Foto: Andreas Gebert

dpa

BVB-Trainer Jürgen Klopp ist einer Vertragsverlängerung nicht abgeneigt. Foto: Andreas Gebert

Dortmund (dpa) - Die Dortmunder Vereinsführung möchte Jürgen Klopp möglichst lange als Trainer behalten. Noch in diesem Jahr will BVB-Chef Hans-Joachim Watzke den bis 2014 gültigen Vertrag mit dem Meistercoach verlängern.

Klopp lässt seine Zukunft zwar weiterhin offen, ist aber immerhin zu frühen Gesprächen bereit. «Mir und meinem Trainerteam gefällt es hier, wir sind doch nicht behämmert. Wenn Hans-Joachim Watzke mit mir sprechen will, würde ich ihm die Tür nicht vor der Nase zuschlagen», sagte der Fußball-Lehrer der Nachrichtenagentur dpa. Bei aller Gesprächsbereitschaft sieht Klopp jedoch keinen Grund zur Eile: «Wir haben massenhaft Zeit. Aber selbst wenn ich nach 2014 nicht mehr hier sein sollte, muss der BVB den eingeschlagenen Weg weitergehen.»

Klopp wähnt den deutschen Meister auf gutem Kurs, um sich auf Jahre in der Bundesliga-Spitzengruppe zu etablieren. Gleichwohl sei der Abstand zum Branchenführer aus München noch immer groß: «Es gab immer wieder Mannschaften, die große Bayern-Konkurrenten waren. Aber nur die Bayern waren permanent oben. Bei uns gibt es noch viele Dinge, die wir stabilisieren müssen.»

Mit dem Transfer von Marco Reus, der in der kommenden Saison für 17,1 Millionen Euro aus Mönchengladbach nach Dortmund wechselt, kommt der BVB seinen ambitionierten Zielen nach Einschätzung von Klopp noch ein Stück näher. «Reus passt perfekt in diese Mannschaft», betonte der Meistercoach voller Hoffnung, dass die Zusage des Nationalspielers umworbene BVB-Profis wie Mats Hummels und Mario Götze zu einem längeren Verbleib in Dortmund animiert: «Wir wollen ein Verein werden, von dem man nicht weggehen muss, um sportlichen Erfolg zu haben. Deswegen brauchen wir Qualität. Wir sind zu groß, um nicht erfolgreich zu sein.»

Die harsche Kritik, mit der die Borussia nach ihrem frühen Aus in der Champions League bedacht worden war, hält Klopp für nachvollziehbar: «Die Wortwahl war manchmal nicht richtig, in der Einschätzung aber war das angemessen. Als deutscher Meister sollte man die Gruppenphase überstehen.» Dieser Rückschlag habe seiner Mannschaft im Meisterkampf aber nicht geschadet: «Für die Bundesliga hat uns diese Phase sogar geholfen. Weil wir dieses Bild zurechtrücken wollten.»

Klopp sieht sein Team für die Rückrunde gerüstet. Anders als im vergangenen Sommer und den letzten Wochen vor Weihnachten stehen dem Trainer wieder diverse Leistungsträger zur Verfügung. «Das Gros der Mannschaft ist in einer sehr guten Verfassung aus der Pause gekommen. Es scheint runder zu laufen als vor der Hinrunde.» Trotz eines missratenen Saisonstarts mit Rang 11 nach sechs Spieltagen und den dürftigen Auftritten auf internationaler Bühne habe seine Mannschaft die hohen Erwartungen erfüllt. Schließlich liege sie nach zuletzt elf Partien ohne Niederlage noch gut im Rennen: «Mit Platz zwei, nur drei Punkte hinter den Bayern, habe ich nicht gerechnet», kommentierte Klopp. Am Sonntag eröffnen die Dortmunder die Jagd auf die Bayern mit dem Gastspiel beim Hamburger SV.

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