Wenn Bayer das internationale Geschäft erreicht, muss in Leverkusen investiert werden.

Überlässt nichts dem Zufall: Bayer-Trainer Jupp Heynckes.
Überlässt nichts dem Zufall: Bayer-Trainer Jupp Heynckes.

Überlässt nichts dem Zufall: Bayer-Trainer Jupp Heynckes.

dpa

Überlässt nichts dem Zufall: Bayer-Trainer Jupp Heynckes.

Leverkusen. Ob der Brasilianer Bamba Anderson in der nächsten Saison noch bei Fortuna Düsseldorf spielt, wird immer unwahrscheinlicher. Bayer Leverkusens Trainer Jupp Heynckes denkt intensiv an die Zukunft, an mögliche Rückholaktionen ausgeliehener Spieler und Millioneninvestitionen. Weil der Trainer in der nächsten Saison vom internationalen Geschäft ausgeht. "In der kommenden Saison spielen wir vielleicht in drei Wettbewerben, da ist ein qualitativ und quantitativ anderer Kader notwendig", sagt Heynckes. "Die Champions League, das ist eine andere Liga, das ist ein ganz anderer Fußball."

Schon jetzt gibt es in Leverkusen ein verändertes Anspruchsniveau, Heynckes nennt das "ganz normal". Wenn man in der Bundesliga ungeschlagen Spitzenreiter ist, steigen auch die Anforderungen der Fans. Und wenn es in der nächsten Saison die Champions League sein soll, "dann muss unser Wolfgang den Säckel nochmal aufmachen, das geht dann nicht anders".

"Wenn ein Spieler sechs Monate verletzt war, braucht er auch sechs Monate, um wieder topfit zu sein."

JuppHeynckes

Wolfgang, das ist Geschäftsführer Holzhäuser, der den Haushalt bei Bayer trotz Stadionumbau gerade erst konsolidiert hat. Weil Bayer immer noch die finanziellen Folgen des eher freigiebigen Managers Reiner Calmund korrigieren musste.

Es sind noch 13 Spiele zu spielen in der laufenden Saison, heute kommt der amtierende deutsche Meister VfL Wolfsburg in die BayArena (15.30 Uhr), und Heynckes hat seine Mannschaft "energisch", wie er sagt, daran erinnert, dass die Zeit gekommen ist, wieder "erfolgsorientierter nach vorne zu spielen, leidenschaftlicher, forscher, mit großer Tempohärte", wie der Fußballlehrer das nennt. Das ist auch der Grund dafür, dass die lange verletzten Spieler immer noch Zeit brauchen, um wieder ins Team bei Bayer zu finden. "Wenn ein Spieler sechs Monate verletzt war, braucht er sechs Monate, um wieder topfit zu sein." Patrick Helmes wird sich in Leverkusen weiter gedulden müssen. Das ist für den Nationalspieler angesicht der Weltmeisterschaft in Südafrika nicht schön, "aber ganz normal", sagt Heynckes: "Ich habe immer gesagt, dass wir in dieser Saison im Endspurt noch alle Spieler brauchen werden."

Bis auf den verletzten Simon Rolfes und den gesperrten Arturo Vidal stehen dem Trainer gegen Wolfsburg wieder alle Profis zur Verfügung. Für Vidal werden entweder Lars Bender oder Gonzalo Castro in die Anfangsformation rücken. Heynckes hat nichts dem Zufall überlassen. Auch als sich die Greenkeeper sperrten, setzte er ein Testspiel und ein Training auf dem neuen Rasen des Stadions durch. "Allererste Sahne" erzählt Henyckes.

Bei einem weiteren Spiel ohne Niederlage kann Heynckes seinen persönlichen Rekord von 27 nicht verlorenen Begegnungen überbieten. "Das ist nicht relevant für mich." Dem Fernduell mit den punktgleichen Bayern misst er auch nur geringe Bedeutung zu: "Wir haben registriert, dass sie aufgeholt haben, wir nehmen das locker und cool."

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