Jupp Heynckes macht sich in Katar auf dem Weg zum Trainingsplatz. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Jupp Heynckes macht sich in Katar auf dem Weg zum Trainingsplatz. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Jupp Heynckes macht sich in Katar auf dem Weg zum Trainingsplatz. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Coach Heynckes setzt auf die Rückkehr von Mittelfeldstratege Bastian Schweinsteiger. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Nationaltorwart Manuel Neuer absolvierte ein spezielles Sprungtraining. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Im heißen Golfstaat heißt es für Thomas Müller (l) und Co.: Trinken, trinken, trinken. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Verteidiger Breno erlaubte sich einen Scherz mit dem Trinkbecher. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Auch in Katar haben die Bayern ihre Trainingskiebitze. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

dpa, Bild 1 von 6

Jupp Heynckes macht sich in Katar auf dem Weg zum Trainingsplatz. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Doha (dpa) - Auch im Rentenalter von 66 Jahren lodert in Jupp Heynckes das innere Feuer. In kurzen Hosen und mit einer Kappe als Sonnenschutz treibt der Trainer die Fußball-Profis des FC Bayern im sonnigen Katar leidenschaftlich zum Sturm auf maximal drei Titel.

«Man muss Hunger auf Erfolg haben, sonst gibt es nichts zu ernten im großen Fußball heutzutage. Wir können sehr erfolgreich sein, es geht hier los», war eine der zentralen Aussagen von Heynckes in seiner Neujahrsansprache an die Spieler in Doha.

Beim Tanz auf drei Hochzeiten will Heynckes mit Rückkehrer Bastian Schweinsteiger und einem endlich dauerhaft gesunden Arjen Robben in der Rückrunde «Ziel für Ziel ansteuern». Zu viel von Fernzielen wie dem Champions-League-Finale am 19. Mai in München solle man aber noch nicht träumen. «Wir sollten nicht irgendwelche Dinge im Kopf haben, die noch weit in der Ferne liegen», erklärte Heynckes im Teamhotel: «Wir tun gut daran, uns erstmal wieder gut vorzubereiten.»

Das «Aspire»-Trainingszentrum in Doha betrachtet er als «ein optimales Winterquartier». Die Übungsplätze sind top, das Klima mit Mittagstemperaturen von über 20 Grad «angenehm». Und das Beste für Heynckes ist, dass alle Akteure fit sind. «Es ist eine optimale Situation, dass ich mit allen Spielern arbeiten kann.» Allerdings gilt das erst ab Mittwoch, denn der Brasilianer Rafinha konnte wegen unverschuldeter Visa-Probleme erst am Dienstag verspätet aus Sao Paulo über den strapaziösen Umweg Frankfurt nach Doha fliegen.

Ein größeres Problem für den Herbstmeister war der Ausfall von Bastian Schweinsteiger, nach dessen Schlüsselbeinbruch die Bayern im November kurzzeitig aus der Erfolgsspur geraten waren. In Doha sei der Nationalspieler «mit großer Freude bei der Sache». Seine Rückkehr wird ersehnt. «Bastian ist der Spieler im Mittelfeld, der den Ton angibt», betonte Heynckes.

Es sei sinnvoll gewesen, dass der Nationalspieler nicht noch vor der Winterpause zum Einsatz gekommen sei. Das erneute Verletzungsrisiko war den Ärzten zu groß. «So war es besser. Wir haben große Aufgaben vor uns in der Rückrunde», erklärte Heynckes. Schweinsteiger sei dabei nicht nur als Taktgeber eine Schlüsselfigur, er verkörpere auch «super» den «Hunger nach Erfolg».

Auch Arjen Robben soll wieder zu einem Erfolgsfaktor werden. «Arjen ist jetzt gut drauf. Es wäre wünschenswert, dass er mal ein halbes Jahr verletzungsfrei bleibt», sagte Heynckes. Am Wert von Robben gebe es intern keinerlei Zweifel. «Er ist ein Spieler, der Spiele durch eine außergewöhnliche Aktion entscheiden kann. Er hat Bayern 2010 ins Champions-League-Finale gebombt», erinnerte Heynckes.

Der Aufsteiger der Hinrunde war Toni Kroos, dem der Trainer eine «unheimlich positive» Entwicklung bescheinigt. «Er ist auch von der Psyche unheimlich stark», lobte Heynckes den Nationalspieler, der am Mittwoch im Trainingslager seinen 22 Geburtstag feiert. «Ich will da weitermachen, wo ich aufgehört habe», sagte Kroos, und das am liebsten auf der Position des Spielmachers. «Ich bin auf der 10 einen Tick stärker. Da habe ich meine besten Spiele gemacht», sagte er. Auch die Europameisterschaft hat Kroos im Visier. In der Nationalelf sei sein Entwicklungssprung sogar «noch ein Stück größer» gewesen.

Zunächst blicken Kroos & Co. jedoch «mit Vorfreude» den großen Aufgaben mit dem FC Bayern entgegen. «Wir wollen hier den Grundstein für eine absolut erfolgreiche Rückrunde legen», sagte er. In der Bundesliga sieht Heynckes mehrere Jäger: «Der größte Rivale ist Borussia Dortmund, aber dann darf man auch Schalke und Gladbach nicht unterschätzen.»

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer