Stuttgart (dpa) - Der einflussreiche Aufsichtsratschef Dieter Hundt hat in der sportlichen Krise des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart eigene Fehler eingeräumt.

«Natürlich haben wir in der Vereinsführung auch Fehler gemacht - etwa jenen, dass die Mannschaft nicht die erforderliche Homogenität aufweist. Dagegen hätte früher angesteuert werden müssen», sagte der Arbeitgeberpräsident der «Stuttgarter Zeitung».

Einen Tag vor dem Süd-Schlager der abstiegsbedrohten Schwaben gegen Rekordmeister FC Bayern München nannte Hundt die häufigen Trainerwechsel der Vergangenheit als Ursache dafür, dass die Mannschaft des VfB «bis heute nicht zu einer funktionierenden Einheit zusammengeführt werden» konnte. «Deshalb ist es für mich von elementarer Bedeutung, dass wir mehr Kontinuität n diesem Bereich hineinbekommen - verbunden mit einem sichtbaren Bekenntnis, dass wir auf unsere Nachwuchsspieler setzen.» Den neuen Chefcoach Bruno Labbadia hält er für «einen hervorragenden Trainer. Er hat sofort ein schlüssiges Konzept präsentiert. Und er räumt auf.»

Hundt verwahrte sich aber gegen die Kritik, er und der Vorstand der Schwaben um Präsident Erwin Staudt würden bei Investitionen ins Profiteam zu wenig ins finanzielle Risiko gehen. «Gemessen an unserem sportlichen Erfolg waren wir zuletzt sogar wirtschaftlich zu risikofreudig», sagte der 72-Jährige. «Wir haben viel Geld investiert und den Kader auf Champions-League-Niveau ausgerichtet. Aber wir spielen nicht in der Champions League. Das ist unser Problem.»

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer