Stürmer
Ola John steht derzeit noch bei Benfica Lissabon unter Vertrag. Foto: Tiago Petinga

Ola John steht derzeit noch bei Benfica Lissabon unter Vertrag. Foto: Tiago Petinga

dpa

Ola John steht derzeit noch bei Benfica Lissabon unter Vertrag. Foto: Tiago Petinga

Hamburg (dpa) - Der vom Verletzungspech verfolgte Hamburger SV steht unmittelbar vor der Verpflichtung des niederländischen Stürmers Ola John von Benfica Lissabon. Der 21 Jahre alte Nationalspieler soll bis Saisonende vom Fußball-Bundesligisten ausgeliehen werden.

Er wird noch am Donnerstag zum Gesundheitscheck in der Hansestadt erwartet. «Sollte er den erfolgreich bestehen und sind alle Modalitäten geklärt, können wir den Transfer bekanntgeben», sagte HSV-Präsident Carl Jarchow der Nachrichtenagentur dpa.

Sportchef Oliver Kreuzer berichtete dem «Hamburger Abendblatt»: «Es schaut sehr gut aus, dass dieser Spieler nach Hamburg kommt.» Der HSV muss das Gehalt des Profis übernehmen. Dafür stehen jene 500 000 Euro zur Verfügung, die der HSV vom Ligarivalen Hannover 96 für die Ausleihe von Stürmer Artjoms Rudnevs bis Saisonende erhält.

Der in Liberia geborene John war im Sommer 2012 vom FC Twente Enschede zu Benfica Lissabon gewechselt. Nach der vergangenen Saison mit vier Toren in 40 Spielen kam der rechte Außenstürmer in dieser Spielzeit nicht richtig zum Zuge. Lediglich acht Einsätze mit einem Tor stehen zu Buche. Der niederländische Nationalspieler soll mit Benfica-Coach Jorge Jesus Probleme haben. HSV-Trainer van Marwijk, der am Donnerstag mit dem Team aus dem Trainingslager in Abu Dhabi zurückreiste, hat seinen Landsmann John schon länger beobachtet.

Grund der Aktivität ist der Ausfall von Maximilian Beister, der sich im Trainingslager in Abu Dhabi einen Kreuzbandriss zugezogen hat und bis Sommer ausfällt. Sportchef Oliver Kreuzer hatte gesagt, man werde nur einen Akteur verpflichten, «der uns auch weiterbringt.»

Trotz weiterer verletzter Profis wie Nationaltorhüter René Adler (Bänder- und Kapselriss im Sprunggelenk), Tolgay Arslan (Adduktorenprobleme), Johan Djourou und Kerem Demirbay (beide Verdacht auf Bänderriss) sieht Kreuzer keinen Grund zur Beunruhigung. «Noch haben wir elf Tage Zeit bis zum Rückrundenauftakt gegen Schalke 04. Und es ist ja nicht so, dass wir aus dem letzten Loch pfeifen.»

Der Sportchef sieht es nicht als Fehler an, Stürmer Rudnevs nach Hannover ausgeliehen zu haben. «Es war sein Wunsch zu wechseln. Er hat bei uns in der letzten Zeit eine untergeordnete Rolle gespielt.» Der HSV benötige Spieler, «die zu 100 Prozent für den Verein dastehen und nicht Wechselabsichten hegen».

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