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Ruud van Nistelrooy verkneift sich alle Kommentare zu seinem Wechselwunsch.

Ruud van Nistelrooy verkneift sich alle Kommentare zu seinem Wechselwunsch.

dpa

Ruud van Nistelrooy verkneift sich alle Kommentare zu seinem Wechselwunsch.

Hamburg (dpa) - Beim HSV steht der Fußball in zweiter Reihe und Eintracht Frankfurt gehen die Spieler aus. Am Freitag treffen die Tabellennachbarn der Fußball-Bundesliga in Hamburg aufeinander. Trotz der Notlage ist Eintracht-Trainer Skibbe Optimist.

Eintracht Frankfurt reist mit einer Not-Elf zum Hamburger SV, hofft aber wegen der Unruhe bei den Norddeutschen auf eine Überraschung. Die Nebenschauplätze um den vermeintlichen Wechsel von Ruud van Nistelrooy zu Real Madrid und die erhoffte Verpflichtung von Matthias Sammer als Sportdirektor haben die Bundesliga-Partie am Freitagabend bei den Norddeutschen tatsächlich in den Hintergrund treten lassen. «Ich habe gar nicht den Eindruck, als ob es um das Spiel in dieser Woche geht», sagte Trainer Armin Veh am Donnerstag.

Ganz andere Sorgen plagen die Hessen. «Wir müssen ohne komplette Defensive, ohne komplette zweite Defensive in ein Bundesliga-Spiel gehen», stöhnte Michael Skibbe. Er sei bald 24 Jahre Trainer, aber so etwas sei für ihn «total außergewöhnlich». Ersatz-Innenverteidiger Kevin Kraus fällt wegen Fiebers aus.

Bereits ein halbes Dutzend Stammspieler muss die Eintracht ersetzen. Der Trainer ist froh, wenn er für den 19. Spieltag überhaupt 18 Akteure zusammenbekommt. «Wir fahren mit dem allerletzten Kader zum HSV», meinte Skibbe und hofft, dass so viel Pech in Glück umschlagen muss: «Irgendwie habe ich im Gefühl, da geht was morgen.»

Das glaubt auch der HSV, der nach dem erfolgreichen Rückrundenstart bei Schalke 04 (1:0) weiterhin Boden in der Bundesliga Richtung internationale Startplätze gutmachen will. Seinen Dienst verrichtet dabei auch van Nistelrooy. Der HSV will ihn nicht zu Real Madrid lassen, doch die Iberer haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben. «Wir befassen uns mit der Sache», sagte Reals Generaldirektor Jorge Valdano. «In dieser Woche wird sich die Angelegenheit entscheiden, entweder in die eine oder die andere Richtung», betonte der Argentinier.

Die Aufreger am Rande würden die Mannschaft aber nicht tangieren, versicherte der HSV-Trainer. Ob van Nistelrooy oder Sammer - «das hat uns gar nicht belastet», meinte Veh.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Hamburger SV: Rost - Demel, Kacar, Westermann, Aogo - Trochowski, Zé Roberto - Pitroipa, Elia - van Nistelrooy, Ben-Hatira

Eintracht Frankfurt: Nikolov - Jung, Rode, Clark, Petkovic - Ochs, Meier, Köhler, Altintop - Gekas, Fenin (Amanatidis)

Schiedsrichter: Stark (Ergolding)

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