Erfolgsbringer
Trainer Viktor Skripnik. Foto: Carmen Jaspersen

Trainer Viktor Skripnik. Foto: Carmen Jaspersen

dpa

Trainer Viktor Skripnik. Foto: Carmen Jaspersen

Skripnik,der Wundermann

Werder Bremen vor einigen Monaten, das war unter dem Trainer Robin Dutt wenig Überzeugung und nur noch welker Abklatsch der eigenen Erfolgshistorie. Unter dem neuen Chef Viktor Skripnik reiben sie sich an der Weser verwundert die Augen: Das 3:2 gegen den FC Augsburg war der fünfte Siege in Serie Werders – was letztmals in der Saison 2006/07 gelungen ist. „Zeitweise muss ich mich schon kneifen“, sagt Skripnik, der noch mehr Tore als jene von Assani Lukimya (16.), Franco di Santo (23./Foulelfmeter) und Theo Gebre Selassie (45.) hätte erleben können. Sei es drum. Skripnik: „Wenn du solche Probleme hast, dann kannst du dir nur gratulieren.“ Der Lohn: zwei freie Tage. Für die Spieler. Und für Skripnik. Denn im Europapokal unter der Woche spielen sie wohl erst in der kommenden Saison.

Knotenlöser Reus

Der neue Vertrag von Marco Reus hat in Dortmund offenbar viele Knoten gelöst. Inklusive jene im Kopf des wortkargen Fußball-Zauberers: Beim 4:2 gegen den FSV Mainz war Reus überragender Hauptdarsteller. Reus sagte dazu: nichts. Dafür redeten seine Teamkollegen. Mittelfeldspieler Nuri Sahin geriet ins Schwärmen: „Was Marco spielt, ist Weltklasse. Dass er sich für uns entschieden hat, war auch für ihn eine Erlösung.“ Nicht minder begeistert kommentierte Ilkay Gündogan: „Die Unterschrift von Marco hat hier alle euphorisiert.“ Zum ersten Mal in dieser Saison wandelte der BVB einen Rückstand in einen Sieg um, zum erst zweiten Mal gelangen zwei Siege in Serie. Das war vor allem ein Verdienst des Nationalspielers, der als Schütze des 2:1 (55.) und als Passgeber zum 3:2 durch Pierre-Emerick Aubameyang (71.) brillierte. Bei seiner Auswechslung (84.) gab es Ovationen. „Er hat sich wund gelaufen, durfte raus. Alles gut“, kommentierte Trainer Jürgen Klopp.

Kein Grillen trotz des 0:8

Es gibt Dinge, die ändern sich nicht. Hamburger Untergangsstimmung nach Spielen beim FC Bayern zum Beispiel - garantiert. Unvergessen, als die Hamburger nach dem desaströsen 2:9 bei den Bayern 2013 500 Fans zum Grillen einluden. Als Entschuldigung. Wegen steter Wiederholung kommen solche Pläne unter Trainer Jo Zinnbauer nicht mehr auf den (Grill-)Tisch: 31 Gegentore kassierte der HSV bei seinen letzten fünf Gastspielen beim FC Bayern (0:6, 0:5, 2:9, 1:3, 0:8). Eine Zahl zum neuerlichen Debakel am Samstag: 59 Zweikämpfe gewannen die HSV-Profis in München – Minuswert für eine Mannschaft in dieser Saison.

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