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Andreas Beck hat seinen Unmut über die Situation in Hoffenheim geäußert. Foto: Franziska Kraufmann

Andreas Beck hat seinen Unmut über die Situation in Hoffenheim geäußert. Foto: Franziska Kraufmann

dpa

Andreas Beck hat seinen Unmut über die Situation in Hoffenheim geäußert. Foto: Franziska Kraufmann

Frankfurt/Main (dpa) - Andreas Beck hat als Kapitän von 1899 Hoffenheim den schwankenden Kurs der Vereinsverantwortlichen um Dietmar Hopp kritisiert.

«Wir haben kein Maß gefunden zwischen den Extremen. An einem Tag hieß es, dass wir ein junger Verein sind und es okay ist, wenn wir im Mittelfeld stehen. Am anderen Tag klang es so durch, als ob wir plötzlich eine absolute Topmannschaft wären und kurz davor stehen, oben reinzurutschen», sagte der Ex-Nationalspieler des Fußball-Bundesligisten dem Internetportal spox.com.

«Und dann lautete die Devise plötzlich, dass wir froh wären, wenn wir nicht absteigen», meinte Beck. «Diese Stimmungsschwankungen im Verein färben auf das Team ab und verunsichern es.» Zuletzt hatte vor allem Mäzen Hopp mit Kritik an Ex-Coach Holger Stanislawski für Aufsehen gesorgt. Der Milliardär fährt neuerdings einen Sparkurs. Der Substanzverlust der Mannschaft mündete in eine sportliche Krise, die der neue Trainer Markus Babbel stoppen soll. Zudem ist Manager Ernst Tanner umstritten. «Wir brauchen eine gesündere Mischung aus Selbsteinschätzung und Selbstbewusstsein», sagte Beck.

Der Verein müsse Hopp zutiefst dankbar sein, merkte der 24-Jährige an. Der Mäzen habe selbstverständlich das Recht, seine Meinung kundzutun und seine Sorgen um Hoffenheim in der Öffentlichkeit zu thematisieren. «Wir hatten nach dem gelungenen Saisonstart ebenfalls daran gedacht, nach den Sternen zu greifen», sagte Beck. «Nur: Wir alle sollten uns zukünftig nicht mehr so von Emotionen leiten lassen, sondern vernünftig und nüchtern unsere Lage einordnen.»

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