Dortmunds Robert Lewandowski (l) im Zweikampf mit seinem künftigen Teamkollegen Rafinha. Foto: Friso Gentsch
Dortmunds Robert Lewandowski (l) im Zweikampf mit seinem künftigen Teamkollegen Rafinha. Foto: Friso Gentsch

Dortmunds Robert Lewandowski (l) im Zweikampf mit seinem künftigen Teamkollegen Rafinha. Foto: Friso Gentsch

dpa

Dortmunds Robert Lewandowski (l) im Zweikampf mit seinem künftigen Teamkollegen Rafinha. Foto: Friso Gentsch

München (dpa) - Nach einem schier endlosen Hin und Her steht der Wechsel von Robert Lewandowski von Borussia Dortmund zum FC Bayern München endlich fest. Die Deutsche Presse-Agentur dpa dokumentiert Stationen des langwierigen Transfers.

8. Januar 2012: Bayern-Präsident Uli Hoeneß sieht Bedarf für eine «Bombe» im Sturm. An Robert Lewandowski denkt da wohl noch keiner.

12. Mai 2012: Robert Lewandowski setzt sich mit seinem Auftritt im DFB-Pokalfinale im Bayern-Gedächtnis fest. Der Pole erzielt drei Tore für Borussia Dortmund bei der 5:2-Demütigung in Berlin.

5. Februar 2013: Medien spekulieren über intensive Verhandlungen Lewandowskis mit dem FC Bayern. Beide Vereine äußern sich nicht. Der Stürmer kündigt später eine Entscheidung für den Sommer an.

6. Februar 2013: Der FC Bayern hält sich bei den Spekulationen um einen möglichen Wechsel Lewandowskis nach München bedeckt und verweist auf die Entstehungsgeschichte. «Die Geschichte ist über einen spanischen Blog entstanden. Das ist schon eine Art Gerüchteküche, die der Küchenschabe relativ nahe kommt», sagt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

13. Februar 2013: Bayern-Stürmer Mario Mandzukic macht sich trotz der anhaltenden Spekulationen um einen Transfer keine großen Sorgen. «Warum sollte ich das tun? Wenn Qualitätsspieler kommen, ist das immer gut.»

16. Februar 2013: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke glaubt nicht an einen Wechsel Lewandowskis im Sommer. «Das ist nicht sehr wahrscheinlich. Wenn er 2013 wechseln möchte, muss er uns irgendwann sagen, wohin er möchte. Dann werden wir prüfen, was für Borussia Dortmund das Beste ist.»

17. Februar 2013: Die Zeichen im Fall Lewandowski stehen auf Trennung. «Ich glaube nicht, dass es zu einer Vertragsverlängerung kommen wird», sagt BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Er behält recht.

19. Februar 2013: Der FC Bayern sieht sich bei einer möglichen Verpflichtung des Dortmunder Torjägers nicht in Zugzwang. «Tatsache ist, dass wir drei gute Stürmer haben. Und dass wir in keinerlei Not sind», sagt Präsident Hoeneß.

25. Februar 2013: Die Zukunft von Lewandowski liegt nach Aussage seines Beraters nicht bei Borussia Dortmund. «Wer Roberts Karriere verfolgt hat, wird wissen, dass er in keinem Verein länger als zwei Jahre gespielt hat. In Dortmund spielt er bereits in seiner dritten Saison. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, wird wissen, was das bedeutet», sagt Cezary Kucharski im polnischen Fernsehen.

3. März 2013: Watzke gibt sich im Transfer-Poker gelassen. «Wir sind ganz frei in unserer Entscheidung.» Nur wenn ein Verein komme und einen «sehr, sehr hohen Preis» biete, sei man bereit, über einen Wechsel des noch bis 2014 unter Vertrag stehenden Profis schon in diesem Sommer nachzudenken.

23. April 2013: Nach dem feststehenden Wechsel von Mario Götze zum FC Bayern will Borussia Dortmund nicht auch noch Torjäger Robert Lewandowski gehen lassen. «Es ist mein absoluter Wunsch, dass er nächste Saison beim BVB spielt», sagt Watzke.

26. April 2013: Bayern München dementiert Medienberichte über einen angeblichen Vertragsabschluss. «Der FC Bayern hat entgegen dieser Meldungen keinen Vertrag mit Robert Lewandowski.»

4. Mai 2013: Das Dauerthema Robert Lewandowski und ein möglicher Weggang von Borussia Dortmund bekommt immer skurrilere Züge. Real Madrids Präsident Florentino Perez soll nach dem Champions-League-Aus gegen den BVB in den Katakomben des Stadions Santiago Bernabeu um einen Wechsel beim Stürmer geworben haben.

26. Mai 2013: Nach dem Champions-League-Triumph deutet Bayern-Coach Jupp Heynckes einen baldigen Wechsel von Lewandowski. «Mario Götze wird kommen. Lewandowski wird auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Dann hat man noch zwei top Offensivspieler dazu.»

27. Mai 2013: Ein Vereinswechsel des Dortmunder Torjägers Robert Lewandowski zu Bayern München ist nach Angaben seines Beraters Cezary Kucharski nur noch eine Frage von wenigen Wochen.

5. Juni 2013: Lewandowski strebt eine schnelle und einvernehmliche Trennung von Borussia Dortmund an. «Ich gehe davon aus, dass nun alles geklärt wird und ich diesen Sommer zu meinem Wunschverein wechseln darf. Das wäre für alle Seiten das Beste.»

9. Juni 2013: Machtwort von Borussia Dortmund. «Robert Lewandowski wird 2013 definitiv nicht zum FC Bayern wechseln. Das ist endgültig! Das haben wir Robert und seinen Beratern jetzt mitgeteilt», erklärt Watzke. Der BVB schlägt damit eine hohe Ablösesumme aus.

9. Juli 2013: Der FC Bayern plant nach dem Verkauf von Torjäger Mario Gomez fest mit Lewandowski als künftigem Stürmerstar. «Ich bin durchaus optimistisch, dass der Spieler im nächsten Sommer zu Bayern München wechseln wird», erklärt Rummenigge.

17. Juli 2013: Lewandowski findet sich mit dem Verbleib beim BVB ab. «Ich muss das akzeptieren, dass ich in Dortmund bleiben muss», sagt der polnische Nationalspieler im Trainingslager in der Schweiz. Wenige Tage später sagt er: «Ich verberge nicht, dass ich mich betrogen fühle.» Kein Problem für Jürgen Klopp. «Es ist alles in Ordnung. Alles, was es da noch zu besprechen gibt, wird intern besprochen.»

18. August 2013: Borussia Dortmund bestätigt eine kräftige Gehaltserhöhung für den Polen. «Es ist nun so, dass ich noch ein weiteres Jahr in Dortmund bleiben werde. Wir haben alle Unstimmigkeiten beseitigt und uns ausgesprochen. Es gibt keine Probleme mehr», sagt der polnische Nationalspieler kurz danach.

25. September 2013: Lewandowski deutet an, dass sein erwarteter Wechsel Anfang 2014 fix gemacht werden dürfte. Dann dürfe er offiziell auch den neuen Vertrag unterschreiben, sagt er nach dem DFB-Pokalspiel beim Zweitligisten TSV 1860 München.

4. Januar 2014: Lewandowski unterzieht sich dem medizinischem Check, um danach einen Vertrag bei seinem künftigen Verein zu unterschreiben.

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