Bundestrainer Joachim Löw (l) ist sicher, dass Jupp Heynckes mit dem FC Bayern Meister wird. Foto: Ronald Wittek
Bundestrainer Joachim Löw (l) ist sicher, dass Jupp Heynckes mit dem FC Bayern Meister wird. Foto: Ronald Wittek

Bundestrainer Joachim Löw (l) ist sicher, dass Jupp Heynckes mit dem FC Bayern Meister wird. Foto: Ronald Wittek

dpa

Bundestrainer Joachim Löw (l) ist sicher, dass Jupp Heynckes mit dem FC Bayern Meister wird. Foto: Ronald Wittek

München (dpa) - Ab in die Wüste! Wie in den titellosen Jahren 2011 und 2012 bereiten sich die Bayern wieder im Emirat Katar auf die Rückrunde vor - letztmals mit Jupp Heynckes? Zumindest die Meisterfrage ist für Bundestrainer Löw in der 50. Bundesligasaison schon geklärt.

Am ersten Arbeitstag des neuen Jahres wird der Wecker bei den Fußball-Profis des FC Bayern früh klingeln. Um kurz nach sieben fährt der Mannschaftsbus am Mittwoch vom Vereinsgelände zum Münchner Flughafen, wo Charterflug LH 2570 um 9.00 Uhr mit dem Herbstmeister Richtung Katar abheben soll. Nach der Ankunft in Doha ist am frühen Abend gleich die erste Übungseinheit auf den feinen Rasenplätzen der Aspire Academy geplant, die Franck Ribéry & Co. schon von den Wintercamps 2011 und 2012 bestens kennen.

Der dritte Trip in das Emirat am Persischen Golf kam auch auf «ausdrücklichen Wunsch» von Trainer Jupp Heynckes zustande, der vor zwölf Monaten begeistert von den «perfekten Bedingungen» im Land des WM-Gastgebers 2022 war. «Normalerweise fliege ich nicht gerne fünf oder sechs Stunden ins Trainingslager. Aber Katar, das lohnt sich», sagte Heynckes auf der Internetseite des Rekordmeisters: «Das Klima, das Hotel, das Essen, die Trainingsplätze - besser geht's nicht.»

Bei sommerlichen 25 Grad sollen die Stars zweimal am Tag für die Jagd nach drei Titeln schwitzen. «Wir müssen vom ersten Tag an wieder konzentriert arbeiten», erklärte Sportvorstand Matthias Sammer. Trotz neun Punkten Vorsprungs, mit denen der Rekordchampion die Tabelle in der 50. Bundesligasaison anführt, soll nicht geschludert werden. Die Mannschaft müsse den «Hunger» und die «Gier» der Hinrunde ins neue Jahr mitnehmen, forderte auch Heynckes. Das werde er «den Jungs in meiner ersten Ansprache in Katar klipp und klar verdeutlichen».

Sammer hofft, dass das reizvolle Champions-League-Los FC Arsenal und die ebenfalls im Februar anstehende DFB-Pokal-Aufgabe gegen den Erzrivalen Borussia Dortmund als «zusätzliche Motivation» wirken werden. «Wir wissen, was ab 2. Januar auf uns zukommt», mahnte er.

Auch die Spieler sind heiß auf Trophäen. «Wir müssen uns endlich mal wieder belohnen im Mai», erklärte Nationalspieler Toni Kroos. Zumindest die Meisterschaft ist dem Rekordmeister sicher, glaubt Bundestrainer Joachim Löw: «Die Bayern sind in diesem Jahr schon sehr dominant. Sie haben so einen Riesenvorsprung, dass die Bundesliga an Spannung schon fast ein bisschen verloren hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich noch die Butter vom Brot nehmen lassen.»

Für konzentrierte Arbeit im Training und den zwei geplanten Testspielen gegen den katarischen Meister Lekhwiya Sports Club (5. Januar) sowie den ebenfalls in Doha überwinternden FC Schalke 04 (8. Januar) dürfte schon allein der neu entbrennende Konkurrenzkampf sorgen. Arjen Robben, Luiz Gustavo und Jungprofi Emre Can wollen nach Verletzungen in der Wüste wieder angreifen. Allein Nationalspieler Holger Badstuber (Kreuzbandriss) reist nicht mit.

Auf dem Winter-Transfermarkt werden die Bayern nach ihren Großeinkäufen um 40-Millionen-Mann Javi Martínez im Sommer wohl keine Hauptrolle spielen. Die heißeste Personalie ist zum Jahresbeginn darum die Trainerfrage. Der Zweijahresvertrag von Heynckes läuft am Saisonende aus. Anfang Mai wird der Coach 68 Jahre alt, Katar könnte darum gut und gerne sein letztes Trainingslager sein.

Sammer sprach während der Weihnachtsferien im «Kicker» von «vielschichtigen Überlegungen» und versprach eine «Toplösung» für die kommende Saison. Ob Abschied oder eine überraschende Verlängerung mit Heynckes? Sicher ist zum Jahresbeginn nur eines: Ohne Trophäe - wie 2012 - will der Herbstmeister-Coach 2013 nicht wieder dastehen. «Ich werde keinen Millimeter von meiner Marschroute abweichen», kündigte Heynckes vor dem ersten Arbeitstag im neuen Jahr entschlossen an.

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