Neuling
Für Torsten Frings ist Darmstadt 98 die erste Station als Cheftrainer. Foto: Pascu Mendez

Für Torsten Frings ist Darmstadt 98 die erste Station als Cheftrainer. Foto: Pascu Mendez

dpa

Für Torsten Frings ist Darmstadt 98 die erste Station als Cheftrainer. Foto: Pascu Mendez

Düsseldorf (dpa) - Gleich drei neue Cheftrainer treten zur zweiten Serie in der Fußball-Bundesliga ihren Job an, ihr Auftrag ist deutlich formuliert: Spielanlage verbessern, Punkte einfahren, Tabellensituation verbessern.

Dabei treffen zwei der Neuen gleich aufeinander. In der Partie zwischen Darmstadt 98 und Borussia Mönchengladbach feiert Torsten Frings am Samstag seinen Einstand als Bundesliga-Cheftrainer, Routinier Dieter Hecking hingegen startet sein Engagement in Gladbach mit der Erfahrung aus mehr als 300 Bundesligaspielen. Dritter im Bunde ist Manuel Baum, der beim FC Augsburg schon zwei Spiele (4 Punkte) absolviert hat, aber erst anschließend zum Chefcoach aufgestiegen ist.

Mit Spannung wird das Duell am Böllenfalltor zwischen den ans Tabellenende abgerutschten Gastgebern und den auf Rang 14 zurückgefallenen Gladbachern erwartet. Cheftrainer-Neuling Frings setzt auf Lockerheit im Team und Kampfbereitschaft auf dem Platz. «Wir werden alles raushauen, was in uns steckt», versprach der frühere Nationalspieler, der als Spieler selbst ein Vorbild in puncto Einsatz und Einstellung war. Ob es dann am Ende zum Klassenverbleib für den Außenseiter reicht, bleibt abzuwarten. «Wichtig ist, dass wir uns am Saisonende in die Augen sehen können, weil wir alles versucht haben», meinte Frings.

Sein ehemaliger Nationalmannschaftskollege Oliver Bierhoff ist davon überzeugt, dass Frings und Darmstadt gut zusammenpassen. «Das ist ein Umfeld, in dem man einem Trainer vielleicht den einen oder anderen Fehler verzeiht. Und ich weiß, dass er hochmotiviert ist und sich mit großem Engagement in diese Aufgabe stürzt», sagte der DFB-Manager.

Von Hecking, dem Trainer des Jahres 2015, wird mehr erwartet, als nur der Klassenverbleib. Schließlich haben die Gladbacher durchaus internationale Ansprüche und stehen sowohl im DFB-Pokal als auch in der Europa League noch aussichtsreich im Wettbewerb. Allein auf seine Routine kann sich Hecking nicht verlassen, im Duell mit Frings könne es aber ein kleiner Vorteil sein. «In dem einen Spiel kann mir der Erfahrungsschatz vielleicht helfen», sagte Borussia-Coach der «Bild»-Zeitung.

Grundsätzlich will Hecking die Mannschaft stabilisieren und ein wenig neu ausrichten. Im Trainingslager hat der Coach viele Gespräche mit seinen Spielern geführt und wieder Zug in die Trainingsarbeit gebracht. Beim Telekom Cup gab es dann einen Rückschlag und eine enttäuschende Vorstellung. «Das war zum Teil naiver Fußball, damit spielt man sich um Kopf und Kragen», befand der Trainer, der von seiner Mannschaft in Darmstadt ein anderes Gesicht erwartet.

Für den FC Augsburg geht es vor allem darum, wieder mit offensiver Ausrichtung aufzutreten und die arg defensive Spielweise unter Baum-Vorgänger Dirk Schuster abzulegen. Mit vier Punkten aus den Spielen gegen Gladbach und Dortmund hat der 37-Jährige einen vielversprechenden Einstand gefeiert. «Die Arbeit vor der Winterpause war schon sehr intensiv, hat mir aber unheimlich viel Spaß gemacht», sagte der Augsburger Trainer, der sein Team akribisch auf die Partie gegen 1899 Hoffenheim einstellt. «Die Mannschaft geht mit einem deutlich besseren Gefühl auf den Platz, wenn sie gut vorbereitet ist», sagte Baum, der im Nachwuchsbereich des Vereins gearbeitet hat.

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