Gladbach verspielt in den letzten Minuten eine 2:1-Führung in Augsburg.

Andre Hahn bejubelt den Führungstreffer (u.), Max Kruse traf danach zum Ausgleich (o.M.). Danach wiederholte sich das Spiel, mit anderen Torschützen. dpa
Andre Hahn bejubelt den Führungstreffer (u.), Max Kruse traf danach zum Ausgleich (o.M.). Danach wiederholte sich das Spiel, mit anderen Torschützen. dpa

Andre Hahn bejubelt den Führungstreffer (u.), Max Kruse traf danach zum Ausgleich (o.M.). Danach wiederholte sich das Spiel, mit anderen Torschützen. dpa

Andre Hahn bejubelt den Führungstreffer (u.), Max Kruse traf danach zum Ausgleich (o.M.). Danach wiederholte sich das Spiel, mit anderen Torschützen. dpa

Stefan Puchner, Bild 1 von 2

Andre Hahn bejubelt den Führungstreffer (u.), Max Kruse traf danach zum Ausgleich (o.M.). Danach wiederholte sich das Spiel, mit anderen Torschützen. dpa

Augsburg. Lucien Favre ist kein Freund von Kompromissen. Entweder – oder. Des Schweizers Fußball-Verständnis hat offensichtlich auch die Gladbacher Mannschaft verinnerlicht – top oder flop.

Stürmer Max Kruse skizzierte Gladbachs Saison als Berg- und Talfahrt und meinte damit die bisherigen drei Niederlagen in drei Auswärtsspielen, dagegen stehen drei Siege in drei Heimspielen.

Das allein ist die Bilanz in dieser Spielzeit. Aber Sekt oder Selters spielen die Gladbacher mittlerweile seit 15 Spielen saisonübergreifend. Am Freitag war Schluss damit. Das 2:2 (1:1) beim FC Augsburg war das erste Unentschieden seit dem 9. März (1:1 gegen Bremen). Ein bitterer Punktgewinn für die Gladbacher, weil Augsburg erst Minuten vor Schluss durch den eingewechselten Arkadiusz Milik ausgleichen konnte.

Juan Arango trifft nur die Latte, danach trifft Augsburgs Hahn

Im Duell der punktgleichen Teams waren recht forsch die Befürchtungen von Max Eberl auf dem Rasen in der Augsburger Arena zu beobachten: „Das ist eine ganz schwer zu bespielende Mannschaft, sehr kompakt, voller Leidenschaft“, hatte Gladbachs Sportdirektor analysiert.

Augsburg allerdings verwehrte mit guter Raumaufteilung Gladbachs Spielentfaltung über ihr Ballbesitzspiel. Von Pokalmüdigkeit nach dem 3:0 der Gastgeber in Münster war nichts zu beobachten. Gladbach fand keine Lücken, entweder war der Passweg zum Mitspieler zugestellt oder die Qualität des Zuspiels unpräzise.

So begünstigte erst eine Augsburger Unachtsamkeit die Chance für Gladbach zur Führung. Aber Juan Arango zielte frei vor Torhüter Alexander Manninger an die Latte (23.).

Dafür bestraften die Augsburger mit der Führung durch André Hahn (27.) Gladbachs erste Nachlässigkeit. Doch der Rückstand schien wie ein Weckruf zu wirken. Sechs Minuten später glich Max Kruse nach Zuspiel von Nordtveit aus.

Gladbach offenbarte nach der Pause eine Pass-Fehlerquote, die Trainer Favres ohnehin langsam ergrauende Haarpracht nicht wirklich Erholung verschaffte – bis Patrick Herrmann ging und Branimir Hrgota kam.

Favres Joker nutzte ein Kruse-Zuspiel zwei Minuten nach seiner Einwechslung zur Führung (71.). Doch Gladbach verteidigte gegen die beherzt anrennen Augsburger nicht konsequent genug – und gab den Sieg aus der Hand.

Sportdirektor Eberl lobte den Gegner als „kampfkräftige Mannschaft“, Max Kruse sagte enttäuscht: „Wenn Du um Platz fünf bis acht mitspielen willst, muss Du hier gewinnen.“

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