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VfB-Sportdirektor Fredi Bobic will von Trainerspekulationen nichts hören.

VfB-Sportdirektor Fredi Bobic will von Trainerspekulationen nichts hören.

dpa

VfB-Sportdirektor Fredi Bobic will von Trainerspekulationen nichts hören.

Stuttgart (dpa) - Ein Sieg gegen Hannover 96 ist für den VfB Stuttgart Pflicht: Es geht nicht nur um dringend notwendige Punkte gegen den drohenden Abstieg. Für den immer stärker in die Kritik geratenen Übergangs-Chefcoach steht sogar der Arbeitsplatz auf dem Spiel.

Im Umfeld des Tabellen-16. der Fußball- Bundesliga verdichten sich die Anzeichen auf einen erneuten Trainerwechsel. Stuttgarter Zeitungen berichteten übereinstimmend, dass der zuletzt beim Hamburger SV und Bayer Leverkusen tätige Bruno Labbadia als möglicher Nachfolger von Keller bereitstehe. Auch Hans Meyer und Lorenz-Günther Köstner werden als Übergangslösungen bis zum Saisonende gehandelt.

Sportdirektor Fredi Bobic wehrte sich zwar bei der Pressekonferenz zur Partie am 10. Dezember gegen die Spekulationen und sagte: «Es gibt keine Fristen. Wir konzentrieren uns voll auf Hannover, diesem Spiel unterliegt alles. Spekulationen kommen im Abstiegskampf immer auf.» Glaubhaft aus der Welt geschafft hat er diese aber nicht. Die «Stuttgarter Zeitung» zitierte Bobic mit den Worten: «Wenn man das Gefühl hat, dass es nicht mehr funktioniert, muss man handeln. Tatsache ist, dass wir Punkte brauchen - nichts anderes.»

Unter dem erst im Oktober als Nachfolger von Christian Gross zum Chefcoach beförderten Keller ging es zuletzt nach gutem Start wieder bergab. Die Heimspiele gegen 1899 Hoffenheim (1:1) und den 1. FC Köln (0:1) endeten genauso enttäuschend wie die Partien beim Hamburger SV (2:4) und dem 1. FC Kaiserslautern (3:3 nach 3:0-Führung).

Die Angst vor dem Abstieg ist groß im Verein. Den Zeitungen zufolge geht es nur noch um die Frage, wie der Absturz verhindert werden kann: Mit einem erprobten «Feuerwehrmann» wie Meyer oder dem ehemaligen VfB-Co-Trainer Köstner, der die Mannschaft zum Klassenerhalt führen und dann an einen «Konzepttrainer» wie Robin Dutt (SC Freiburg) oder Michael Skibbe (Eintracht Frankfurt) übergeben soll? Oder mit einem Kandidaten wie Labbadia, der im Idealfall Retter und Dauerlösung zugleich ist? «Zu fragen, was ist wenn, darauf habe ich keine Lust», sagte Bobic nur.

Keller geht mit den Gerüchten über seine Zukunft professionell um. «Ich konzentriere mich voll auf das Spiel am Freitag. Alles Andere kann ich nicht beeinflussen», meinte er. Der 40-Jährige trat die Flucht nach vorn an und verkündete: «Wir müssen und werden in Hannover den ersten Auswärtsdreier holen. Davon bin ich überzeugt.»

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