Unentschuldigt
Weil Mame Diouf beim Trainingsauftakt fehlte, wurde er von Hannover 96 mit einer Geldstrafe bedacht. Foto: Patrick Seeger

Weil Mame Diouf beim Trainingsauftakt fehlte, wurde er von Hannover 96 mit einer Geldstrafe bedacht. Foto: Patrick Seeger

dpa

Weil Mame Diouf beim Trainingsauftakt fehlte, wurde er von Hannover 96 mit einer Geldstrafe bedacht. Foto: Patrick Seeger

Hannover (dpa) - Top-Stürmer Mame Diouf sorgt bei Hannover 96 weiterhin für viel Wirbel. Der Fußball-Bundesligaclub belegte den Senegalesen mit einer Geldstrafe.

Er hatte am Sonntag beim Trainingsstart unter der Regie des neuen Coaches Tayfun Korkut unentschuldigt gefehlt und war erst einen Tag später in Hannover angekommen. Zudem deutete Clubchef Martin Kind an, dass auch ein Wechsel von Diouf im Januar unter bestimmten Umständen möglich wäre.

Diouf erläuterte nach dem Dienstag-Training in einem Gespräch mit Sportdirektor Dirk Dufner die Gründe für seine verspätete Rückkehr. Laut Dufner sorgte er sich um seine erkrankte Mutter im Senegal. «Seine Argumentation ist menschlich nachvollziehbar», sagte der 96-Manager. «Sie ändert aber nichts daran, dass unsere professionellen Abläufe beeinträchtigt wurden. Eine persönliche Ankündigung mit entsprechendem Vorlauf wäre notwendig gewesen.»

Details zu der Geldstrafe nannte der 96-Manager nicht. ««Die Höhe ist den Umständen angepasst und für den Spieler spürbar», erklärte Dufner. Der abwanderungswillige Torjäger der Niedersachsen war im Januar 2012 für einen Betrag unter zwei Millionen Euro von Manchester United nach Hannover gekommen. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, für eine Verlängerung sehen Kind und Dufner kaum noch Chancen.

Bisher wollten die Niedersachsen den Angreifer erst mit Ablauf der Rückrunde ablösefrei ziehen lassen. Hier deutet sich ein Umdenken an. «Diouf könnte sofort gehen, wenn wir zuvor unsere Probleme gelöst haben und wir uns mit dem neuen Verein einigen», sagte Kind der «Neuen Presse». Als Ersatz für Diouf sollen ein oder zwei neue Offensivspieler die Mannschaft verstärken. Heißer Kandidat ist der Chilene Nicolas Castillo, bei dessen Transfer nur noch Kleinigkeiten zu erledigen seien.

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