Heynckes äußert Verständnis für den DFB-Lehrgang.

Leverkusen. Jupp Heynckes nennt das Spiel "wichtig", aber "nicht entscheidend". Dennoch spitzt sich der Kampf um die Meisterschaft in der Fußball-Bundesliga weiter zu. Vor dem Schlagabtausch des ungeschlagenen Spitzenreiters Bayer Leverkusen bei der TSG Hoffenheim am Sonntag gibt sich der Fußball-Lehrer aber ganz gelassen.

Ganz im Gegensatz zu seinem Kollegen Louis van Gaal (Foto), der sich vor dem schweren Auswärtsspiel des FC Bayern München am Samstag bei Werder Bremen über den Lehrgang der Fußball-Nationalmannschaft aufregte und Bundestrainer Joachim Löw offen kritisierte. "Ich denke, dass der Lehrgang Wahnsinn ist. Vier Tage für einen Lehrgang, das ist doch nicht normal", wetterte der Niederländer gestern in München.

Heynckes in Leverkusen sind diese Gedanken fremd. "Das ist völlig in Ordnung, die Nationalmannschaft braucht diese Tests. Ich habe mit Löw telefoniert, das ist alles in Ordnung, das ist kein Problem für die Liga." Heynckes spricht lieber über die "phantastischen Trainingsleistungen meiner Mannschaft" und von den vier Toren von Patrick Helmes im Testspiel gegen Alemannia Aachen. "Meine Truppe ist gut drauf", sagt der 64-Jährige (Foto). Und deshalb will er in Hoffenheim ("Eine Mannschaft auf Augenhöhe") die Anfangsformation gegenüber dem 4:2 gegen Mainz auch nicht ändern. Helmes, Simon Rolfes und Renato Augusto werden zunächst wieder auf der Bank Platz nehmen, obwohl "alle im Training sehr engagiert gearbeitet haben". Und für eine Schrecksekunde des Trainers sorgten, als Renato Augusto mit Michal Kadlec zusammenprallte. Einem Einsatz steht aber nichts im Weg.

Erst am Ende des Gespräches sinniert Heynckes noch ein wenig über sich. "Wissen Sie, vielleicht war ich früher ungeduldiger, aber ein anderer Mensch bin ich nicht geworden." Jupp Heynckes ruht in sich, Bayer bleibt auf Kurs.

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