Die Meisterschaft wird den Guardiola-Bayern wohl niemand streitig machen - die restlichen Entscheidungen sind offen. Foto: Tobias Hase
Die Meisterschaft wird den Guardiola-Bayern wohl niemand streitig machen - die restlichen Entscheidungen sind offen. Foto: Tobias Hase

Die Meisterschaft wird den Guardiola-Bayern wohl niemand streitig machen - die restlichen Entscheidungen sind offen. Foto: Tobias Hase

dpa

Die Meisterschaft wird den Guardiola-Bayern wohl niemand streitig machen - die restlichen Entscheidungen sind offen. Foto: Tobias Hase

Düsseldorf (dpa) - Noch 17 Spiele, dann stehen die Gewinner und Verlierer der Bundesliga-Saison fest. Im Formbarometer gibt die Nachrichtenagentur dpa einen Überblick zum Leistungsstand der Vereine.

BAYERN MÜNCHEN: Die 0:3-Testspielpleite in Salzburg hat kurz vor dem Rückrundenauftakt bewiesen, dass die Münchner doch nicht unschlagbar sind. Möglicherweise macht der Warnschuss die Bayern aber sogar unberechenbarer. Der Traum vom erneuten Triple lebt jedenfalls trotz der Blessuren von Bastian Schweinsteiger und Arjen Robben.

BAYER LEVERKUSEN: Die Hinrunde ging mit zwei Niederlagen zu Ende. Dennoch überwiegt der Glaube, den zweiten Tabellenplatz - anders als in der Rückserie der vorigen Saison - diesmal halten zu können. Nur die schweren Verletzung von Kruse, der nach seinem Kreuzbandriss bis zum Saisonende ausfällt, trübte die Stimmung.

BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH: Beim Tabellendritten herrscht nach der famosen Hinrunde glänzende Stimmung. Vor allem daheim ist der Altmeister eine Macht. Das stärkt die Hoffnung, den Gästen aus München im ersten Rückrundenspiel die erste Saisonniederlage beibringen zu können.

BORUSSIA DORTMUND: Die Borussia steht unter Druck. Nach zuletzt nur einem Sieg aus sechs Spielen muss sie sich mit Rang vier begnügen. Immerhin hat sich die Personallage durch die Rückkehr von Schmelzer, Piszczek und Bender entspannt. Das erhoffte Rückrundenstart-Comeback von Gündogan und Hummels lässt dagegen weiter auf sich warten.

VFL WOLFSBURG: Das VW-Werksteam will in der Rückrunde Vollgas geben. Mit 20-Millionen-Euro-Transfer De Bruyne sendete der VfL ein starkes Signal an die Konkurrenz. Der Ex-Meister will Druck auf die Top-Teams machen. Alles andere als die Qualifikation für den Europacup wäre eine Enttäuschung. Nur Vieirinha ist noch verletzt.

HERTHA BSC: Trotz der überraschend starken Hinrunde wird der Neuling das Saisonziel Klassenverbleib nicht ändern. Trainer Luhukay hält die Spannung hoch, will sich zu einer Stammelf nicht äußern. Die Berliner gewannen kein Testspiel in der Winterpause. Stammkeeper Kraft meldete sich wieder fit. Torwart-Neuzugang Jarstein ist die Nummer zwei.

FC SCHALKE 04: Wie schon in der vorigen Saison will der FC Schalke nach der Winterpause von Rang sieben auf die Champions-League-Plätze vorrücken. Die Genesung von Torjäger Huntelaar nach fünfmonatiger Auszeit macht Hoffnung. Zum Leidwesen von Trainer Keller herrscht aber vor allem im defensiven Mittelfeld weiterhin Notstand.

FC AUGSBURG: Das Überraschungsteam der Hinrunde will auch in der zweiten Saisonhälfte für Furore sorgen. Offiziell bleibt das Ziel jedoch bescheiden: Klassenverbleib. Auch in der Winterpause lief es für die Schwaben gut. Personell hat Trainer Weinzierl durch die Rückkehr des Südkoreaners Dong-Won Ji nun noch mehr Alternativen.

FSV MAINZ 05: Die Verpflichtung des Südkoreaners Ja-Ceol Koo (VfL Wolfsburg) überstrahlte bei den Mainzern zuletzt alles. «Das ist ein Transfer, der für Mainz 05 nicht alltäglich ist», sagte Manager Heidel. Trainer Tuchel ist mit der gesamten Vorbereitung zufrieden: «Das Gesamtpaket hat mir einfach gefallen.»

VFB STUTTGART: Trainer Thomas Schneider und Sportvorstand Fredi Bobic lobten die Entwicklung des Teams im Trainingslager in Südafrika. Ziel für die Rückrunde ist zumindest ein einstelliger Tabellenplatz. Mit Mohammed Abdellaoue als zweiter Spitze neben Vedad Ibisevic hofft der VfB Stuttgart auf mehr Offensivwucht. Youngster Timo Werner lauert.

WERDER BREMEN: Trainer Dutt legte im Training besonders viel Wert auf die Abwehrarbeit und war daher nicht unzufrieden. Die Bremer blieben bei den Tests gegen Steaua Bukarest (0:0) und NEC Nijmegen (0:1) ohne Sieg, aber standen zumindest in der Defensive sicherer als in der Hinrunde. Dutt bestimmte als Torhüter für die Rückrunde Raphael Wolf.

1899 HOFFENHEIM: Ausgerechnet Top-Stürmer Volland verpasste aufgrund einer Zehenverletzung den Großteil der Vorbereitung. Dafür hinterließ Neuzugang Hamad (Malmö FF) bislang einen starken Eindruck. Die erfolgreiche Bilanz der vergangenen Wochen: Vier Testspiele, vier zumeist überzeugende Siege.

HANNOVER 96: Der neue Trainer Korkut hat taktische Änderungen vorgenommen. Die Mannschaft soll sich um mehr Ballbesitz bemühen. In drei Testspielen gab es aber keinen Sieg. Top-Stürmer Diouf pausiert seit Tagen wegen muskulärer Probleme. Clubchef Kind hat das Saisonziel auf einen Platz um Rang zehn korrigiert.

HAMBURGER SV: Beim abstiegsbedrohten Club war die Vorbereitung turbulent. Die Reise ins Trainingscamp nach Abu Dhabi wurde getrübt durch Verletzungen. Ohne Adler, Beister, Djourou und Arslan startet der HSV gegen Schalke. Angeschlagen sind Westermann und Diekmeier. Die neuen Holländer John und Bouy sind noch nicht voll integriert.

EINTRACHT FRANKFURT: Nach der Vorbereitung hat die Frankfurter Elf ein anderes Gesicht als in der Vorrunde. Spieler wie Inui, Russ und Rosenthal kämpften sich ins Team, Anderson, Barnetta und Kadlec sind außen vor. Trainer Veh zieht optimistisch in den Abstiegskampf: «Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft Spiele gewinnen kann und wird.»

SC FREIBURG: Nach dem Aus im DFB-Pokal und in der Europa League will sich der SC Freiburg dank eines regelmäßigen Trainingsrhythmus' auf einen Nichtabstiegsplatz hieven. Das 0:5 im letzten Testspiel gegen Zweitligist Union Berlin soll eine Warnung sein. Das Lazarett aus der Hinrunde hat sich bei den Breisgauern längst gelichtet.

1. FC NÜRNBERG: Für die in der Bundesliga noch immer sieglosen Franken zählt in der Rückrunde nur der Klassenverbleib. In der Winterpause konnte der «Club» mit drei Testspiel-Erfolgen etwas Mut tanken. Allerdings muss Nürnberg nun die wochenlangen Ausfälle von Hasebe und Pogatetz verkraften.

EINTRACHT BRAUNSCHWEIG: Niemand hat die Eintracht im Kampf gegen den Abstieg auf der Rechnung. Genau darin sieht Coach Lieberknecht die Chance des Traditionsclubs. Der Tabellenletzte verstärkte sich im Winter nur mit dem norwegischen Stürmer Nielsen. Lieberknecht glaubt an sein Kollektiv und den Klassenverbleib.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer