Aufmunternd
Timothy Chandler (l) nimmt Markus Feulner nach seinem Tor in den Arm. Foto: Andreas Gebert

Timothy Chandler (l) nimmt Markus Feulner nach seinem Tor in den Arm. Foto: Andreas Gebert

dpa

Timothy Chandler (l) nimmt Markus Feulner nach seinem Tor in den Arm. Foto: Andreas Gebert

Nürnberg (dpa) - Markus Feulner fühlte sich bei den Journalisten in der Mixed-Zone fast schon heimisch. Als die anderen Nürnberger Spieler kamen und gingen, blieb der 30-Jährige einfach stehen - und musste immer wieder die Frage nach seinem Tor gegen den Ex-Verein aus München beantworten.

Das Erfolgserlebnis tue natürlich gut, meinte der Mittelfeldprofi des 1. FC Nürnberg, das 1:1 gegen Rekordmeister FC Bayern werde dem ganzen Team Aufwind geben. «Wir haben ein wahnsinnig gutes Spiel abgeliefert. Man hat gesehen, wie geschlossen wir sind», lobte er. Mit einem satten Distanzschuss hatte der frühere Münchner Manuel Neuer kurz nach der Pause alt aussehen lassen - und den Bayern im sechsten Bundesliga-Auswärtsspiel das erste Gegentor eingeschenkt.

Harte Wochen hatte Feulner zuletzt zu überstehen, nachdem sein Vater vor fast genau zwei Monaten bei einem Luftkissenboot-Rennen tödlich verunglückt war. «Die Mannschaft hat in der schweren Phase zu mir gehalten. Ich freue mich, dass ich etwas zurückgeben konnte», sagte Feulner. Seit seinem Wechsel nach Nürnberg vor eineinhalb Jahren hatte er bis dato kaum Spuren hinterlassen können. Dabei galt Feulner einst als großes Talent, als er zwischen 2001 und 2004 zum Bayern-Profikader zählte, ehe ihn die Münchner aussortierten. Acht Jahre später übte er nun ein wenig Rache.

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