Nach Fehlentscheidungen fordert der Trainer des VfL Wolfsburg die Einführung des Fernsehbeweises im Bundesliga-Fußball.

Wolfsburgs Trainer Felix Magath (r) regte sich über das nicht gegebene Tor auf.
Wolfsburgs Trainer Felix Magath (r) regte sich über das nicht gegebene Tor auf.

Wolfsburgs Trainer Felix Magath (r) regte sich über das nicht gegebene Tor auf.

dpa

Wolfsburgs Trainer Felix Magath (r) regte sich über das nicht gegebene Tor auf.

Wolfsburg. Felix Magath schimpfte und tobte wie ein Rumpelstilzchen. Der Jubel über Patrick Helmes’ vermeintlichen Führungstreffer war ihm kurz zuvor im Halse steckengeblieben, weil Schiedsrichter Knut Kircher fälschlicherweise auf Abseits entschieden und das reguläre Tor „geklaut“ hatte.

Aber auch eine Stunde nach dem Abpfiff der Partie gegen Bayern München ärgerte sich der Coach des VfL Wolfsburg noch immer und heizte eine altbekannte Diskussion schon am zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga neu an.

Knut Kircher gibt seinen Fehler nach dem Spiel unumwunden zu

„Wenn vier Mann nicht in der Lage sind, das richtig zu entscheiden, dann wird es Zeit, dass man dazu übergeht, den Fernsehbeweis einzuführen“, sagte Magath zu der Entscheidung, über deren Fehlerhaftigkeit es keine Diskussion gab. Selbst der von Magath kritisierte Schiedsrichter Knut Kircher gab unumwunden zu: „Nachdem wir uns die TV-Bilder angesehen haben, gibt es dazu keine zwei Meinungen. Es war kein Abseits. Wir haben einen Fehler gemacht.“

Die Wolfsburger kassierten in der Nachspielzeit sogar noch das 0:1 gegen den FC Bayern, was Magaths Laune nicht gerade verbesserte. Sein Kollege Mirko Slomka konnte die Reaktion zwar nachvollziehen, der Trainer von Hannover 96 lehnt einen Videobeweis aber ab: „Ich bin total dagegen, aber die Diskussion werden wir jedes Wochenende haben.“

Die Kölner Proteste halten sich in Gelsenkirchen in Grenzen

Die Kölner Proteste gegen Referee Guido Winkmann (Kerken) nach dem umstrittenen Handelfmeter zum 1:1 hielten sich in Grenzen, auch wenn der „schuldige“ Innenverteidiger Kevin McKenna sagte: „Eindeutig kein Elfmeter.“

Nach dem Kopfball von Schalke-Defensivmann Kyriakos Papadopoulos konnte McKenna den Arm nicht so schnell wegziehen, wie er es wollte. Winkmann bewertete es als „unnatürliche Körperhaltung. Deshalb ist es ein strafbares Handspiel“. Kölns mit 1:5 gedemütigter Trainer Stale Solbakken meinte zurückhaltend: „Ich glaube, es war kein Elfmeter.“ Aber der Strafstoß „war nicht entscheidend“.

Strittig war auch der Elfmeter, den Manuel Gräfe beim 1:1 zwischen Borussia Mönchengladbach und dem VfB Stuttgart verhängte. „Man kann den Elfer geben“, sagte der von William Kvist berührte und spektakulär fallende Marco Reus und schob nach: „Wenn man ihn nicht gibt, ist es auch okay.“ Markus Merk hielt den Strafstoß für „absolut vertretbar“ und zeigte Verständnis für Magath: „Eine Fehlentscheidung.“

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