Ausschreitungen
Anhänger des 1. FC Köln hatten in Mönchengladbach randaliert. Foto: Maja Hitij

Anhänger des 1. FC Köln hatten in Mönchengladbach randaliert. Foto: Maja Hitij

dpa

Anhänger des 1. FC Köln hatten in Mönchengladbach randaliert. Foto: Maja Hitij

Köln (dpa) - Die vom 1. FC Köln wegen der Ausschreitungen beim Westderby ausgeschlossene Fangruppe «Boyz» hat den Fußball-Bundesligisten scharf kritisiert.

«Dass der Verein alles in seiner Macht stehende in die Wege leitet, um vermeintliche Verbandsstrafen des DFB zu verringern, können wir nachvollziehen», heißt es in einer am Tag vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Hannover 96 auf der «Boyz»-Homepage veröffentlichten Stellungnahme. «Die Tatsache jedoch, dass eigene, vor der gesamten Mitgliedschaft, getätigte Aussagen derart ad absurdum geführt werden, hätten wir nicht für möglich gehalten.»

Sowohl die Vereinsführung als auch die AG Fankultur des Clubs hätten stets betont, dass kollektive Bestrafungen beim 1. FC Köln der Vergangenheit angehörten. «Dass sich Zeiten und Meinungen ändern, ist uns nun bewusst», schreiben die «Boyz» über den ihrer Ansicht nach ungerechtfertigten Ausschluss. «Die Hälfte der Mitglieder unserer Gruppe war in Mönchengladbach nachweislich nicht im Stadion.»

Der 1. FC Köln hatte den «Boyz» nach der Randale in Gladbach den Status des Fanclubs aberkannt und Stadionverbote gegen alle Mitglieder verhängt. «Nach dem Eintreffen der Stadionverbote zeigte sich, dass der Verein seine Zuordnung höchstwahrscheinlich auf der Grundlage einer circa fünf Jahre alten Mitgliederliste getroffen hat», heißt es auf der Homepage. Mehrere der vom Verbot betroffenen Personen gehörten den «Boyz» seit Jahren nicht mehr an.

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