Zuversichtlich
Die Bayern-Spieler Philipp Lahm, Thomas Müller und Manuel Neuer gehen zuversichtlich in das Spiel gegen den HSV. Foto: Andreas Gebert

Die Bayern-Spieler Philipp Lahm, Thomas Müller und Manuel Neuer gehen zuversichtlich in das Spiel gegen den HSV. Foto: Andreas Gebert

dpa

Die Bayern-Spieler Philipp Lahm, Thomas Müller und Manuel Neuer gehen zuversichtlich in das Spiel gegen den HSV. Foto: Andreas Gebert

Berlin (dpa) - Selbst die argen Verletzungssorgen können die gute Laune bei den Champions-League-Startern Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04 nicht vertreiben.

Das Trio präsentierte sich in Europas höchster Fußball-Liga bemerkenswert stark, Klagen wegen personeller Engpässe vor dem Fußball-Bundesliga-Wochenende und den anstehenden englischen Wochen blieben aus. «Wir sind fit, das hat man gegen ManCity gesehen. Wir können über 90 Minuten Gas geben. Wir sind sehr gut vorbereitet auf die nächsten Wochen», sagte etwa Bayern-Kapitän Philipp Lahm nach dem 1:0-Erfolg gegen Manchester. Und BVB-Trainer Jürgen Klopp bemerkte: «Keiner muss sich Sorgen machen.»

Die Bayern und Dortmunder wissen: Selbst nach dem Ausfall wichtiger Spieler verfügen sie über großzügig ausgestattete Kader, die die Konkurrenz nur selbst zu gerne hätte. Den Bayern bereitet vor dem Spiel am Samstag beim Schlusslicht Hamburger SV deren Trainerwechsel mehr Bauchgrummeln als der Ausfall von Bastian Schweinsteiger, Franck Ribéry oder Holger Badstuber. «Ich kann nicht gerade sagen, dass uns der Trainerwechsel beim HSV super recht ist», gestand Sportvorstand Matthias Sammer. Der BVB muss bei Mainz 05 ebenfalls keinen einschneidenden Leistungsabfall fürchten, genauso wenig wie der FC Schalke zu Hause gegen Eintracht Frankfurt.

Der deutsche Rekordmeister aus München hat sich für 52 Millionen Euro eine Mannschaft zusammengestellt, die höchsten Ansprüchen genügen soll. Dass der Ausfall von Leistungsträgern annähernd gleichwertig kompensiert werden kann, ist in der bayrischen Landeshauptstadt nichts Neues. In Dortmund hat der BVB in dieser Hinsicht nun nachgezogen. Die Bosse haben für gut 54 Millionen Euro den Kader in der Breite deutlich verstärkt. Coach Klopp kann trotz erheblicher Ausfälle und Abgängen wie Top-Stürmer Robert Lewandowski das Team umbauen und rotieren lassen. Beim beeindruckenden 2:0-Sieg gegen den FC Arsenal war erstmals in dieser Saison wieder diese Gier zu beobachten, mit der die Borussia Ball und Gegner jagt.

Auf die Frage, ob man mit den neuen Angreifern Ciro Immobile und Adrian Ramos sowie dem in den Sturm versetzten Pierre-Emerick Aubameyang nun besser spielen könne als mit zum FC Bayern angewanderten Lewandowski, antwortete Klopp «anders» und fügte leicht sarkastisch hinzu: «Zum Glück können wir auch ohne Robert immer noch weiter spielen.» Trotz eines ausgewogen besetzten Teams bleibt die taktische und spielerische Feinabstimmung angesichts von neun verletzten oder angeschlagenen Spielern schwierig. Jammern wollte Klopp vor der Partie gegen seine alte Liebe aus Mainz indes nicht. «Wir haben keine offenkundigen Probleme», sagte er, fügte aber hinzu: «Außer, dass uns Spieler fehlen, um die Belastung besser zu verteilen.»

Das Schalker Lazarett ist derzeit mit neun Profis ebenfalls gut gefüllt. Über einen umfangreichen und widerstandsfähigen Kader wie der FCB und der BVB verfügt der Revierclub zwar nicht. Dennoch zeigten die Gelsenkirchener nach dem schwachen Bundesligastart mit nur einem Punkt beim FC Chelsea in der Champions League eine überraschend starke Leistung. Beim 1:1 an der Stamford Bridge mussten alle Spieler freilich bis an ihre Grenzen gehen. Trainer Jens Keller flehte den angeschlagenen Kevin-Prince Boateng trotz starker Schmerzen gar an, weiterzuspielen. Gegen die Frankfurter soll Boateng erneut auf die Zähne beißen. «Angesichts unserer angespannten Personalsituation muss Kevin spielen - selbst, wenn die Kapsel verletzt sein sollte», sagte Keller der «Bild».

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer