Emil Forsberg steht während einer Trainingseinheit von RB Leipzig in Lagos auf dem Platz. Foto: Jan Woitas
Emil Forsberg steht während einer Trainingseinheit von RB Leipzig in Lagos auf dem Platz. Foto: Jan Woitas

Emil Forsberg steht während einer Trainingseinheit von RB Leipzig in Lagos auf dem Platz. Foto: Jan Woitas

dpa

Emil Forsberg steht während einer Trainingseinheit von RB Leipzig in Lagos auf dem Platz. Foto: Jan Woitas

Lagos (dpa) - Emil Forsberg kam vor zwei Jahren von Malmö FF zu RB Leipzig. Er verlängerte vor einem Jahr den Vertrag vorzeitig bis 2021. Nun aber sollen europäische Top-Clubs großes Interesse an dem 25 Jahre alten schwedischen Offensivspieler haben.

In einem Interview der Deutschen Presse-Agentur im RB-Trainingslager im südportugiesischen Lagos spricht Forsberg unter anderem über seinen Vertrag in Leipzig, die Wichtigkeit des Wohlfühlfaktors und seine Rolle im Team des Tabellenzweiten der Fußball-Bundesliga.

Als Sie in der Jugend in Sundvall mit dem Fußballspielen begonnen haben, wovon haben Sie da geträumt?

Emil Forsberg: Jeder junge Spieler hat einen Traum: Er will mal ein guter Fußballer sein. Und ich lebe meinen Traum jetzt.

Hat sich die Vorstellung jetzt mit 25 Jahren verändert?

Forsberg: Nein. Und es sieht jetzt alles gut aus.

Wie wichtig ist für Sie der Wohlfühlfaktor, damit Sie ihre beste Leistung bringen können?

Forsberg: Natürlich ist das ganze Paket wichtig. Man muss sich in einer Stadt wohlfühlen, in der Mannschaft. Das Vertrauen des Trainers muss da sein, alles muss stimmen. Und dann muss man auch an sich selbst glauben. Das tue ich. Ich bin aber auch mein größter Kritiker.

Wie würden Sie sich denn in den vergangenen 16 Spielen bewerten?

Forsberg: Ich habe schon eine sehr gute Hinrunde gespielt, wie es die gesamte Mannschaft auch gemacht hat. Wir haben großes Vertrauen zueinander, wie haben Spaß bei der Arbeit. Wir wissen aber, dass es jetzt noch schwerer wird. Alle Mannschaften wollen uns jetzt schlagen.

Wie sehr leiden Sie bereits, wenn Sie an die ersten drei Meisterschaftsspiele denken, bei denen Sie wegen der Roten Karte von der Partie gegen den FC Bayern gesperrt sein werden?

Forsberg: Ich ärgere mich sehr darüber. Ich verstehe und akzeptiere aber die Strafe. Ich muss hart in jedem Training arbeiten und wenn ich zurückkomme, will ich in einem super Zustand sein.

Ihr Trainer redet oft davon, Antworten und Lösungen auf neue Herausforderungen finden zu müssen oder wollen. Wird es eine der schwersten Aufgaben für ihn und ihre Mitspieler, Sie in den Partien zu ersetzen?

Forsberg: Ich glaube nicht. Wir haben so viele gute Spieler in der Mannschaft, die den Unterschied ausmachen können. Ich habe großes Vertrauen in die Mannschaft, sie wird auch ohne mich alles versuchen.

Sie sind vor zwei Jahren nach Leipzig gewechselt. War das das Beste, was ihnen bisher passiert ist?

Forsberg: Ja, vielleicht. Im ersten Jahr war es schon wirklich gut. Aber in dieser Saison ist es noch besser.

Ehren Sie die Begehrlichkeiten namhafter internationaler Vereine oder sehen Sie das mit einer gewissen Nüchternheit - Ihr Berater hat ja jüngst angedeutet, dass Sie Leipzig unter Umständen auch in diesem Winter verlassen könnten?

Forsberg: Bei jedem Spieler ist es so: Wenn er gut spielt, kommt das Interesse. Ich habe einen Vertrag bis 2021 in Leipzig und konzentriere mich voll auf das, was wir hier machen.

Sie möchten also nicht wechseln?

Forsberg: Ich fühle mich wohl bei RB Leipzig und ich fixiere mich nur auf RB Leipzig. Um alles andere kümmert sich mein Berater.

Welche Ziele haben Sie denn insgesamt in ihrer Karriere für sich gesetzt?

Forsberg: Jetzt ist es mein Ziel, mit RB Leipzig gute Leistungen zu bringen. Das erste Ziel war es bei meinem Wechsel, in die erste Liga zu kommen, das haben wir geschafft. Das nächste Ziel ist es, sich mit Leipzig in der Bundesliga zu etablieren. Das schönste Ziel ist es, einfach immer besser zu werden.

Sie sind Nationalspieler, haben schon Erfahrung in der Champions League gesammelt und sind mit 25 Jahren einer der älteren in der RB-Mannschaft. Wie sehr sind sie als Führungsspieler gefragt?

Forsberg: In der Mannschaft fühle ich mich ganz alt (lacht). Ich bin sicher einer, der eine Mannschaft auf dem Platz führen kann. Ich will das auch, den Mitspielern helfen, der Mannschaft helfen. Neben dem Platz bin ich das vielleicht noch nicht so. Aber das kommt auch noch mit der Zeit.

ZUR PERSON: Emil Forsberg (25) ist schwedischer Fußball-Nationalspieler. Seit Januar 2015 steht er in Diensten von RB Leipzig. Mit fünf Toren und acht Vorlagen ist er momentan der viertbeste Scorer der Liga. Wegen einer Roten Karte muss Forsberg allerdings die kommenden drei Spiele aussetzen.

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