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Beim Hinspiel zwischen Eintracht Frankfurt und SV Darmstadt 98 kam es zu Randale. Foto: Boris Roessler

Beim Hinspiel zwischen Eintracht Frankfurt und SV Darmstadt 98 kam es zu Randale. Foto: Boris Roessler

dpa

Beim Hinspiel zwischen Eintracht Frankfurt und SV Darmstadt 98 kam es zu Randale. Foto: Boris Roessler

Darmstadt (dpa) - Aus Angst vor Randale beim Bundesliga-Derby zwischen Darmstadt 98 und Eintracht Frankfurt wird neben dem Stadion auch die Innenstadt für die Gäste-Fans zur Sperrzone.

Für die Frankfurter Anhänger gelte 36 Stunden lang «ein Aufenthaltsverbot für die erweiterte Darmstädter Innenstadt», sagte Polizei-Einsatzleiter Bernd Denninger. «Wir wollen dafür sorgen, dass es keine Angsträume gibt», begründete Darmstadts Bürgermeister und Ordnungsdezernent Rafael Reißer die außergewöhnliche Maßnahme.

Auch das Stadion am Böllenfalltor ist für die Eintracht-Anhänger tabu, denn nach den Ausschreitungen im Hinspiel hatte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) einen Fan-Ausschluss für die Partie an diesem Samstag (15.30 Uhr) verfügt.

Damals hatten Eintracht-Zuschauer Schals und Fahnen des Aufsteigers verbrannt. Zudem wurden Knallkörper auf das Spielfeld geworfen, nach dem Spiel drängten vermummte Anhänger in den Innenraum.

Trotz des Ausschlusses rechnet die Polizei mit bis zu 3000 Eintracht-Fans. Die dürfen von Freitagabend (19.00 Uhr) bis Sonntagfrüh (07.00 Uhr) nicht in die Innenstadt. «Alle Zugangsmöglichkeiten werden überwacht. Unsere szene-kundigen Beamten kennen die Störer», meinte Denninger. «Dass unbekannte Leute durchsickern, lässt sich allerdings nicht verhindern.» Die Aufgabe der Polizei sei «mit Sicherheit nicht einfach». Gegen 27 Rädelsführer sei ein Betretungsverbot ausgesprochen worden.

An welchen Stellen die Polizei wie kontrolliert, wollte sie aus taktischen Gründen nicht mitteilen - auch nicht, wie viele Beamte dafür eingeplant seien. Es sei aber einer der größten Polizeieinsätze in der Darmstädter Bundesliga-Geschichte, der seit vier Wochen vorbereitet werde. «Es kann zu kurzfristigen Sperrungen kommen», sagte Denninger. «Szene-Kneipen werden von uns in besonderer Weise überwacht.»

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