Nach katastrophaler erster Hälfte hilft Bremens Lukimya den Gästen maßgeblich beim Toreschießen.

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Bremens Assani Lukimya leitete mit zwei schweren Fehlern die beiden Tore der Gäste aus Gelsenkirchen ein.

Bremens Assani Lukimya leitete mit zwei schweren Fehlern die beiden Tore der Gäste aus Gelsenkirchen ein.

Julian Draxler (rechts) jubelt nach seinem Tor zur 1:0-Führung.

Carmen Jaspersen, Bild 1 von 2

Bremens Assani Lukimya leitete mit zwei schweren Fehlern die beiden Tore der Gäste aus Gelsenkirchen ein.

Bremen. Wer sich die Beteiligten beim FC Schalke 04 nach dem Schlusspfiff bei Werder Bremen genau betrachtete, der konnte wenig Freude erkennen. „Ich muss mich erst einmal sammeln“, sagte Manager Horst Heldt und zog sich für ein paar Minuten in die Katakomben des Bremer Stadions zurück. Torhüter Timo Hildebrand war der Meinung, dass „wir uns enorm steigern müssen, wenn wir noch Vierter werden wollen“. Und Trainer Jens Keller wollte „nie wieder so eine Halbzeit meiner Mannschaft sehen“.

Dabei hatten die Königsblauen mit 2:0 (0:0) in der Hansestadt gewonnen und ihre Chance auf den vierten Platz damit nachdrücklich gefestigt. Eigentlich ein Grund zur Freude. Allerdings hatten weniger die Schalker diesen Erfolg herbeigeführt, sondern die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf, deren Leistung nach einer dominanten ersten Hälfte auf geradezu absurde Art und Weise nachließ.

Die Schalker hatten sämtliche Warnungen missachtet

„Die Bremer haben das Spiel hergeschenkt“, sagte Hildebrand mit einer großen Portion Realitätssinn. Julian Draxler und Ciprian Marica sorgten mit ihren Treffern, denen jeweils schwerwiegende Fehler von Bremens Innenverteidiger Assani Lukimya vorausgingen, für den Erfolg der Gäste.

Die Schalker hatten sämtliche Warnungen, die Trainer und Manager im Vorfeld ungewöhnlich lautstark geäußert hatten, missachtet. Sie spielten eine Hälfte lang lethargisch. Das Positive: Jens Keller fand ein Gegenmittel und weckte die müden Geister in der Pause.

Den Schalkern fehlte lange der Wille, als Sieger vom Platz zu gehen

Heldt hatte von der Tribüne aus vernommen, dass „in der Halbzeit Ramba Zamba war“. Wohl zurecht, „die erste Halbzeit gehört zu den ,Top drei’ der schlechtesten von allen schlechten Halbzeiten“, meinte der Manager. Es gab trotz des Sieges viel zu viele negative Ereignisse in diesem Spiel. So wie bereits gegen Hoffenheim fehlte den Schalkern auch gegen Bremen lange der Wille, als Sieger vom Platz zu gehen.

Mit Blick auf das bevorstehende Spiel gegen Bayer Leverkusen wird die Beseitigung dieser Mängel einen wesentlichen Raum bei der Vorbereitung einnehmen. Denn mit einem Sieg gegen die Rheinländer wären die Schalker bei noch fünf Spieltagen auf einen Punkt an Platz drei herangerückt. Und dies nach einer äußerst durchwachsenen Saison, in der die Schalker schon so viele Chancen vergeben haben.

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