Berlin (dpa) - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat nach Aussage von Schiedsrichter-Abteilungsleiter Lutz Michael Fröhlich bislang «überhaupt nichts Auffälliges» bei der in Verdacht geratenen Bundesliga-Partie zwischen dem VfL Bochum und Energie Cottbus aus der Saison 2008/2009 gefunden.

Das Thema sei sehr ernst, sagte Fröhlich allerdings auch in einem Interview dem Fachmagazin «kicker». «Deswegen muss man jetzt alle Informationen einholen, die möglich sind.» Dabei sei es auch Pflicht, den Bericht des Schiedsrichter-Beobachters anzuschauen.

Fröhlich erklärte, dass er sich den Elfmeter, der am 28. Februar 2009 zum 3:2-Sieg der Bochumer geführt hatte, damals und nun noch mal angesehen habe. «Ich bin der Meinung, dass man diesen Strafstoß geben kann», sagte der ehemalige Referee.

Ausgelöst wurden die Untersuchungen über eine angebliche Spielmanipulation durch einen Bericht der italienischen Sport- Tageszeitung «Gazzetta dello Sport». Diese hatte in der vergangenen Woche aus Anti-Mafia-Ermittlungsakten zitiert, in denen ein Ex-Profi damit prahlt, den Ausgang der Partie zwischen Bochum und Cottbus schon vor dem Abpfiff gewusst zu haben.

«Die Vorwürfe sind vage, die Informationsquelle ist nicht abgesichert», erklärte Fröhlich. Er halte es daher auch nicht für seriös, Namen in die Öffentlichkeit zu bringen.

DFB-Präsident Theo Zwanziger hatte am Mittwoch angekündigt, dass der Kontrollausschuss die Meldungen genau verfolgen und das fragliche Spiel nach eventuellen Unregelmäßigkeiten untersuchen werde. Das Gremium steht dabei in engem Kontakt zur Staatsanwaltschaft in Bochum, hieß es vonseiten des DFB.

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