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Für Rafael van der Vaart war der HSV nur eine Zwischenstation.

Für Rafael van der Vaart war der HSV nur eine Zwischenstation.

dpa

Für Rafael van der Vaart war der HSV nur eine Zwischenstation.

Hamburg (dpa) - Niederländische Profis beim Hamburger SV sorgen fast immer für Aufregung. Aktuellstes Beispiel ist Ruud van Nistelrooy, der zu Real Madrid zurück will.

Die zumeist glänzenden Fußballer oder erfahrenen Trainer werden gelegentlich zu fliegenden Holländern ganz nach dem Motto: schnell und weit weg. Die Liste der Niederländer beim HSV ist stattlich: Nico-Jan Hoogma, Erik Meijer, Rafael van der Vaart, Khalid Boulahrouz, Nigel de Jong, Joris Mathijsen, Romeo Castelen, Huub Stevens, Martin Jol, Eljero Elia und van Nistelrooy.

Die Fraktion der Querläufer führt Rafael van der Vaart an. Im August 2007 setzte er dem HSV die Pistole auf die Brust, um einen Wechsel nach Spanien zu erzwingen. Stolz ließ er sich von Fotografen im Trikot des FC Valencia ablichten. Der HSV blieb hart, van der Vaart musste in Hamburg bleiben und entschuldigte sich. Im Jahr darauf zog es ihn dann zu Real Madrid - die Ablöse von 15 Millionen Euro war das Schmerzensgeld für den HSV.

Auf die linke Tour setzte Boulahrouz, der 2006 in der Champions-League-Qualifikation gegen Osasuna eine Verletzung unmittelbar vor der Partie vortäuschte, um anschließend zum FC Chelsea zu wechseln und dort für die Königsklasse spielberechtigt zu sein.

Trainer Stevens ging 2008 trotz HSV-Bettelns zum PSV Eindhoven. Er wolle in der Nähe seiner kranken Frau sein, hieß es. Wenig später war er Trainer in Salzburg. Im Jahr darauf flüchtete völlig überraschend sein Landsmann Jol im Streit mit dem Vorstand. Es geht auch anders: Vorzeige-Holländer beim HSV sind Ex-Kapitän Hoogma und Abräumer Mathijsen, zwei Muster an Zuverlässigkeit. Beliebt ist auch de Jong: Schließlich brachte er bei seinem Verkauf zu Manchester City stolze 20 Millionen Euro ein.

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