Düsseldorf (dpa) - der 22. Spieltag in der Fußball-Bundesliga beginnt mit der Partie 1899 Hoffenheim gegen den FSV Mainz. Alle weiteren Begegnungen im Überblick:

1. FC Nürnberg - 1. FC Köln (Samstag, 15.30 Uhr)

Vor dem 50. Erstliga-Aufeinandertreffen beider Vereine herrscht wegen Breckos Alkoholfahrt und Podolskis Frust-Interview Unruhe bei den Kölnern, die wieder ohne den verletzten Nationaltorjäger antreten. Letztmals siegte Köln in der 1. Liga bei den Franken am 20. Oktober 1990 (4:0). Gewinnt der «Club» ohne den gesperrten Cohen auch sein achtes Erstligaheimspiel gegen die Rheinländer in Serie, zieht Nürnberg an Köln vorbei - dann bekämen die Gäste noch mehr Probleme. (Heimbilanz: 13-5-6, 38:27 Tore)

1. FC Kaiserslautern - Bor. Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr)

Werden die Pfälzer zum Gladbacher Stolperstein? Die Statistik sagt ja: Der letzte Borussia-Erfolg auf dem Betzenberg datiert vom 19. August 1995 (3:1). Allerdings ist die Kurz-Elf bereits seit dem 10. Spieltag ohne Sieg. Auch die aktuelle Torstatistik spricht für die Gäste: Gladbach ließ mit zwölf bislang die wenigsten Gegentreffer zu, Kaiserslautern stellt mit 15 Toren den schwächsten Angriff. Reus meldete sich fit, sein Sturmpartner Hanke (Grippe) fällt aus. (Heimbilanz: 20-6-13, 70:59 Tore)

Hertha BSC - Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr)

1000. Spiel in Herthas Erstliga-Historie, Spiel eins nach Skibbe, Spiel eins für Interimslösung Tretschok, denkbar schlechte Voraussetzungen: Die Berliner verloren 2012 alle fünf Pflichtpartien, der BVB gewann alle. Dortmund ist aber gewarnt, im Hinspiel erlitt der Revierclub mit 1:2 die bislang einzige Saison-Heimniederlage. Ottl (Sperre) fehlt bei der Hertha. Dortmund muss ohne Kagawa (verletzt) antreten, ist aber seit 15 Erstligapartien ungeschlagen. (Heimbilanz: 12-7-6, 49:30 Tore)

Bayer Leverkusen - FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

Inklusive Champions League ist Bayer dreimal nacheinander sieglos. Augsburg, laut Coach Luhukay «totaler Underdog», spielte zuletzt dreimal remis, wartet aber seit dem 10. Dezember auf einen dreifachen Punktgewinn. Das 4:1 im Hinspiel war für Dutt der höchste Erfolg als Bayer-Trainer. Ein Problem mit Ballack hat der Coach diesmal nicht: Der 35-Jährige fällt verletzt aus. Bayer würde mit einem Sieg als elftes Team der Bundesliga-Historie seinen 300. Heimsieg feiern. (Heimbilanz: -)

Hamburger SV - Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr)

Drei Spiele, sieben Zähler - der HSV ist im Aufwind und könnte mit einem Sieg im 96. Nordderby bis auf vier Punkte an Werder heranrücken. Unter Fink verlor Hamburg nur eines der zwölf Erstligaspiele. Bremen blieb fünfmal ohne Sieg (vier Unentschieden, eine Niederlage). Auswärts gab es letztmals am 29. Oktober (3:1 in Mainz) einen Erfolg. Beim HSV kehrt Rincon nach seiner Sperre in die Startformation zurück. Bei Bremen ist Pizarro wieder dabei. (Heimbilanz: 21-17-9, 85:53 Tore)

SC Freiburg - Bayern München (Samstag, 18.30 Uhr)

Der FC Bayern gewann die vergangenen zwölf Spiele gegen Freiburg. Ein 13. Erfolg wäre Bundesligarekord: So häufig siegte noch nie ein Verein in Serie gegen den anderen. Letztmals holte der SC im November 2000 einen Punkt, hat aber laut Trainer Streich «keine Angst» vor den Gästen. Ob Robben für Müller spielt oder nicht, ist Streich einerlei: Er könne etwa 15 Bayern aufzählen, bei denen es ihm lieber wäre, wenn sie nicht spielen würden, sagte der SC-Coach. (Heimbilanz: 3-2-7, 15:21 Tore)

FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg (Sonntag, 15.30 Uhr)

Vor dem Wiedersehen mit dem ehemaligen Trainer Magath ist die Schalker Bilanz gegen Wolfsburg wenig verheißungsvoll: Von den zurückliegenden zehn Partien gewannen die Gelsenkirchener nur eine (vier Remis, fünf Niederlagen). Zudem fehlen in Höwedes, Obasi und Jones drei Gesperrte. Allerdings ist Wolfsburg mit nur einem Sieg und vier Punkten das auswärtsschwächste Team der Liga. Schalke-Star Raúl droht wegen einer Oberschenkelverletzung auszufallen. (Heimbilanz: 6-5-3, 21:14 Tore)

Hannover 96 - VfB Stuttgart (Sonntag, 17.30 Uhr)

Das stramme Programm hinterlässt bei Hannover kaum Spuren. Nach dem Sieg gegen Brügge soll gegen Stuttgart das nächste Fußballfest gefeiert werden. Torjäger Abdellaoue (Fuß) ist zwar angeschlagen, in Sobiech und Afrika-Cup-Rückkehrer Ya Konan gibt es aber Alternativen für die Offensive. Das Slomka-Team ist zu Hause unbesiegt, der VfB wartet seit fast fünf Monaten auf einen Auswärtserfolg. Trainer Labbadia hat mehr Personalsorgen: Die Mittelfeldspieler Hajnal und Gentner drohen auszufallen. (Heimbilanz: 12-6-4, 42:25 Tore)

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