Berlin (dpa) - Der 20. Spieltag wird durch das Verfolger-Duo Bayer Leverkusen und Hannover 96 eröffnet. Leverkusen als Tabellen-Zweiter und 96 als Dritter kämpfen im direkten Vergleich um den Anschluss an Liga-Primus Borussia Dortmund. Die übrigen Parteien im Überblick:

FC Schalke 04 - 1899 Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr)

Schalke wittert Morgenluft. Der Revierclub gewann vier der zurückliegenden fünf Liga-Spiele und steht nach dem 3:2 gegen Nürnberg im Cup-Halbfinale. Das Märchen um den 17-jährigen Draxler, der gegen Nürnberg in der Verlängerung traf, trug ebenfalls zum Stimmungsaufschwung bei. Dagegen ist Hoffenheim seit sechs Spielen ohne Sieg und scheiterte im Pokal an Zweitligist Cottbus. Die Neuzugänge Babel und Braafheid sollen helfen, den Trend zu stoppen. (Heimbilanz: 1-0-1, 4:1 Tore)

Werder Bremen - Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr)

Jahrelang stritten beide Teams um die Ligavorherrschaft, nun kämpft Werder um den Klassenverbleib. Nach zuletzt nur zwei Siegen in zehn Partien ist die Abstiegszone nur noch drei Zähler entfernt. Doch auch die Bayern stehen unter Zugzwang. Lediglich zehn Punkte verbuchte der Rekordmeister bisher auswärts und damit so wenig wie kein anderes Team unter den ersten zehn der Tabelle. Werder muss auf Arnautovic verzichten, den Bayern fehlt erneut Ribéry. (Heimbilanz: 19-14-11, 64:50 Tore)

VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr)

Wie bekommt dem BVB der lange Ausfall von Kagawa? Der Mittelfußbruch des Japaners schürt bei der Konkurrenz neue Hoffnung. Mit einem Sieg in Wolfsburg will der Tabellenführer die entsprechende Antwort geben. Neun Siege in zehn Auswärtsspielen sorgen für Selbstvertrauen. Bender und Barrios kehren in die Startelf zurück. Bei den «Wölfen» fehlen Kjaer, Grafite, Mandzukic, Cigerci, Hasebe und Riether. Neuzugang Mbokani soll für mehr Torgefahr sorgen. (Heimbilanz: 4-4-5, 19:19 Tore)

1. FC Nürnberg - Hamburger SV (Samstag, 15.30 Uhr)

Der HSV scheint trotz des «Sammer-Theaters» und der Diskussion um die Zukunft von Angreifer van Nistelrooy zurück auf Kurs. Keinem anderen Team gelangen zum Rückrunden-Start zwei Siege. Beim «Club» wird viel davon abhängen, wie er das kräftezehrende und frustrierende Pokal-Aus «auf Schalke» verarbeitet. Hamburg kann wieder auf Jarolim und Jansen bauen, die Nürnberger klagen angesichts des Ausfalls von fünf Spielern über Personalnot. (Heimbilanz: 8-9-11, 41:40 Tore)

FC St. Pauli - 1. FC Köln (Samstag 15.30 Uhr)

Torarmut kennzeichnet dieses Aufeinandertreffen: St. Pauli (20) und Köln (22) sind die angriffsschwächsten Teams der Liga. Die Gastgeber gewannen ihr letztes Bundesliga-Heimspiel gegen den FC am 25. Mai 1991 (2:0). Ebbers, Rothenbach, Morena und Lechner fallen bei St. Pauli verletzt aus. Köln muss Geromel (Gelb-Sperre) sowie Pezzoni, Freis und Mohamad ersetzen. Petits Einsatz ist fraglich. Der Japaner Makino steht vor seinem Debüt für Köln. (Heimbilanz: 1-3-3, 7:12 Tore)

1. FC Kaiserslautern - FSV Mainz 05 (Samstag, 18.30 Uhr)

Der FSV ist gegen die Pfälzer seit fünf Pflichtspielen ungeschlagen; keine der zurückliegenden vier Partien auf dem Betzenberg ging verloren. Beim FC kehrt Lakic nach Rot-Sperre zurück. Den auswärtsstarken Gästen (18 Punkte), die in ihren beiden zurückliegenden Begegnungen (in Stuttgart und gegen Wolfsburg) 0:1 unterlagen, fehlt unter anderem Polanski (Gelb-Sperre). Lautern wartet seit dem 5:0 gegen Schalke (27. November) auf einen Heimsieg. (Heimbilanz: 1-0-1, 2:2 Tore)

VfB Stuttgart - SC Freiburg (Sonntag, 15.30 Uhr)

Am 23. April 1994 (0:4) erlitt der VfB im württembergisch- badischen Duell seine einzige Heim-Pleite. Der SC ist seit fünf Begegnungen ohne Niederlage. Cacau und Delpierre fallen beim VfB mit Adduktoren-Problemen aus. Cissé (Muskelfaserriss) steht bei Freiburg mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht zur Verfügung. Die abstiegsbedrohten Schwaben blieben zuletzt zweimal ungeschlagen, die Breisgauer haben ihre vergangenen fünf Partien nicht verloren. (Heimbilanz: 9-1-1, 24:11 Tore)

Eintracht Frankfurt - Bor. Mönchengladbach (Sonntag, 17.30 Uhr)

Der Lieblingsgegner kommt: Gegen keine andere Mannschaft gewann die Eintracht so viele Spiele wie gegen Gladbach (insgesamt 30/20 Heimsiege). Seit dem 4:0 in Köln (13. November) gelang der defensivschwachen Borussia (50 Gegentreffer) nur noch ein Erstliga- Erfolg (1:0 am 18. Spieltag in Nürnberg). Bei Frankfurt fällt Clark (Jochbeinbruch) aus. Fenin (Oberschenkel) und Gekas (Muskelverletzung) sind angeschlagen. (Heimbilanz: 20-9-8, 69:39 Tore)

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