Berlin (dpa) - Die rückrunde in der Fußball-Bundesliga beginnt am 14. Januar mit der Partie Bayer Leverkusen gegen Borussia Dortmund. Die übrigen Partien im Überblick:

Werder Bremen - 1899 Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr)

Nach der miserablen Hinrunde will Krisen-Club Bremen auch ohne den abgewanderten Stürmer Almeida Boden gutmachen. Doch dessen Ersatz Avdic ist noch nicht in Form. Dazu fehlen Boenisch, Naldo, Schmidt und Wesley. Schwer wiegt bei den Hoffenheimern der Weggang von Luiz Gustavo und Demba Ba. Nach Rangnicks Rückzug steht der neue Coach Pezziaouli vor einem schwierigen Debüt, denn auch Obasi und Salihovic (gesperrt) fallen zum Rückrundenstart aus. (Heimbilanz: 2-0-0, 7:4 Tore)

VfB Stuttgart - FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr)

Im Abstiegskampf ist der Tabellen-17. Stuttgart zum Siegen verdammt, hat mit dem Heimspiel gegen das Überraschungsteam aus Mainz aber gleich eine schwere Aufgabe. Bisher konnten die Rheinhessen noch nie beim VfB gewinnen, präsentierten sich aber mit sechs Siegen in acht Spielen in der Hinrunde äußerst auswärtsstark. Offen ist beim FSV, ob Wetklo oder Müller im Tor steht. Labbadia vertraut dem Sturmduo Cacau/Pogrebnjak, muss aber auf einige Verletzte verzichten. (Heimbilanz: 3-1-0, 10:5 Tore)

VfL Wolfsburg - FC Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr)

Die Bayern wollen trotz des großen Rückstands auf Spitzenreiter Dortmund zur Aufholjagd blasen. Dabei kommt die Partie in Wolfsburg gerade recht: Denn der VfL steht mit Trainer McClaren gewaltig unter Druck, gewann nur eins der letzten elf Ligaspiele und verlor in Dzeko zudem seinen Toptorjäger. Der genesene Robben und Neuzugang Luiz Gustavo sitzen bei den Bayern wohl zunächst auf der Bank. Kraft steht als neue Nummer 1 bei seinem Liga-Debüt besonders unter Beobachtung. (Heimbilanz: 3-3-7, 14:20 Tore)

1. FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr)

Einen Fehlstart in Nürnberg kann sich Schlusslicht Mönchengladbach nach nur 10 Punkten in der Hinserie nicht erlauben. Doch die Borussia hat aufgerüstet. Die Winter-Neuzugänge Stranzl und Nordtveit sollen die mit 47 Gegentoren schlechteste Liga-Abwehr stabilisieren, Hanke soll vorn für frischen Wind sorgen. Der «Club» holte gegen keinen Verein so viele Bundesliga-Siege wie gegen Gladbach (20). Aber Coach Hecking beklagt das Fehlen von Bunjaku, Nilsson, Frantz und Gündogan. (Heimbilanz: 16-4-5, 43:24 Tore)

FC St. Pauli - SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr)

Die Freiburger wollen endlich ihren ersten Bundesliga-Sieg am Millerntor einfahren und den Kontakt zu den Europapokalplätzen halten. Neben Jäger fehlen in Toprak, Krmas, Pouplin, Reisinger und Bechmann weitere Kräfte. Der Aufsteiger aus Hamburg wähnt sich auf dem Weg zum Klassenverbleib auf gutem Weg, hat nach nur einem Sieg aus den letzten neun Spielen aber nur noch ein dünnes Polster auf die Abstiegsränge. Immerhin hat Coach Stanislawski kaum Personalprobleme. (Heimbilanz: 2-1-0, 4:1 Tore)

FC Schalke 04 - Hamburger SV (Samstag, 18.30 Uhr)

Die Schalker wollen ihre Aufholjagd in der Bundesliga fortsetzen. Nach zuletzt drei Zu-Null-Siegen kann der Revierclub mit einem Heimsieg gegen den HSV den Rivalen sogar überholen. Die Veh-Elf will trotz der Turbulenzen in der Führungsetage auch ohne Petric und Mathijsen punkten. Die Chancen stehen nicht schlecht, denn Schalke war zuletzt meist ein gutes Pflaster. Die letzte HSV-Niederlage dort liegt schon fast sieben Jahre zurück (April 2004). (Heimbilanz: 22-8-12, 67:43 Tore)

Eintracht Frankfurt - Hannover 96 (Sonntag, 15.30 Uhr)

Der Überraschungs-Vierte aus Hannover kann in Frankfurt in Bestbesetzung antreten. Rausch ist ebenso wieder fit wie der am Knie operierte Torjäger Ya Konan (9 Treffer). Mit dem dritten Heimsieg in Serie will die Eintracht die Chance auf einen Europapokalplatz wahren, beklagt aber viele Verletzte. Die Hoffnungen von Trainer Skibbe ruhen auf Top-Stürmer Gekas. Der Grieche war mit 14 Treffern bester Torschütze der Hinrunde. (Heimbilanz: 9-8-3, 40:24 Tore)

1. FC Kaiserslautern - 1. FC Köln (Sonntag, 17.30 Uhr)

Beim Tabellen-16. Köln greift die Grippe um sich. Nach Mohamad, McKenna, Brecko und Giannoulis hat es auch Jajalo vor dem Duell in Kaiserslautern erwischt. Trainer Schaefer muss improvisieren, kann aber auf den Ex-Münchner Rensing im Tor bauen. Auch die übrigen Neuzugänge Eichner und Peszko sollen spielen. Die Bilanz spricht klar gegen den FC, der sein letztes Bundesligaspiel in der Pfalz am 16. Dezember 1989 gewann. Danach gab es 18 Niederlagen und fünf Remis. (Heimbilanz: 22-13-3, 82:41 Tore)

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