Demba Ba muss wegen seiner Eigenregie mit Konsequenzen rechnen.
Demba Ba muss wegen seiner Eigenregie mit Konsequenzen rechnen.

Demba Ba muss wegen seiner Eigenregie mit Konsequenzen rechnen.

dpa

Demba Ba muss wegen seiner Eigenregie mit Konsequenzen rechnen.

La Manga (dpa) - Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim gerät in neue personelle Turbulenzen und droht in Demba Ba einen weiteren Star zu verlieren.

Zwei Tage nach dem vorzeitigen Wechsel von Luiz Gustavo und dem damit verbundenen Rücktritt von Trainer Ralf Rangnick hat der senegalesische Fußball-Nationalspieler seine vom Club angeordnete Reise in das Trainingslager La Manga (Spanien) verweigert - zum zweiten Mal. Dass Ba nach seinen sechs Saisontreffern auch in der Rückrunde noch für 1899 spielt, wird immer unwahrscheinlicher.

«Dembas Verhalten wird selbstverständlich Konsequenzen nach sich ziehen. Gegenüber seinem Arbeitgeber, aber auch gegenüber seinen Mannschaftskollegen ist diese eigenmächtige Vorgehensweise in keinster Weise zu tolerieren», erklärte 1899-Manager Ernst Tanner in einer Pressemitteilung. Dabei bestätigte Tanner, dass Ba am Montag und Dienstag einer entsprechenden Aufforderung nicht nachgekommen sei und einen Club-Wechsel ins Ausland forciere.

«Wir hatten in Hoffenheim bereits einmal die Situation, dass Demba Ba mit allen Mitteln weg wollte. Die Art und Weise, wie der Spieler nun zum zweiten Mal versucht, Druck auf seinen Arbeitgeber auszuüben, ist wohl einmalig in der Bundesliga», ergänzte Tanner, der am Dienstag nach La Manga nachgeflogen war und Ba mitbringen sollte. Am Montag hatte Ba den Fitness-Test mit der Mannschaft ausgelassen.

«Ich habe ihm gesagt, dass er mit rechtlichen Konsequenzen rechnen muss. Dass er eine Geldstrafe oder fristlose Kündigung bekommt, ohne aber für einen anderen Verein spielen zu dürfen», wurde Tanner in der «Bild»-Zeitung zitiert. Der Vertrag des Afrikaners in Hoffenheim läuft noch bis 2013.

Vor der Saison 2009 war sich Ba über einen von ihm vehement betriebenen Wechsel für rund 15 Millionen Euro mit dem VfB Stuttgart schon einig. Eine sportärztliche Untersuchung stoppte aber den Deal. Ba war zuvor operativ in Las Vegas ein Nagel aus dem Schienbein entfernt worden. Ohne Nachsorge hatte er deswegen lange gesundheitliche Probleme und kaum noch Spieleinsätze bei Hoffenheim.

Zuletzt hatte der englische Premier League-Verein West Ham United bei Ba angeklopft. Bas' Berater Ran Ronen betonte beim Fanportal «1899aktuell.de»: «Demba würde natürlich gerne in die Premier League wechseln, das ist kein Geheimnis. Aber zu West Ham - das bezweifle ich eher». West Ham habe zwar ein Angebot gemacht, aber es sei nicht so, dass Hoffenheim darauf «im Moment eingehen kann und wird».

Zuvor hatte das Engagement von 1899-Mäzen Dietmar Hopp bei dem spektakulären Wechsel von Gustavo für angeblich bis zu 18 Millionen Euro zu Bayern München für Wirbel gesorgt und die Deutsche Fußball Liga (DFL) auf den Plan gerufen. Die DFL will noch klären, ob bei dem Wechsel des Brasilianers gegen die «50+1»-Regel» verstoßen worden ist. Hopp soll an dem Transfer aktiv mitgewirkt haben. Das lassen aber die DFL-Statuten nicht zu. Hopp meldete sich aus seinem Feriendomizil in Florida und wies die Vorwürfe umgehend zurück.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer