Ohne Erfahrung im Trainergeschäft und nur mit seinem Namen bürgt „Effe“ nicht für den nötigen Erfolg.

Nein, die Langeweile ist vergänglich. Und europäische Triumphe sind doch Luxus.
Norbert Krings berichtet aus Borkum.

Norbert Krings berichtet aus Borkum.

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Norbert Krings berichtet aus Borkum.

Der Lieblingsspieler der Schalker-Fans war Stefan Effenberg nie. Auch er hat im Bayern-Trikot dafür gesorgt, dass Schalke am 19. Mai 2001 nur Meister der Herzen wurde. Die abgehobene Art des „Tigers“ passt nicht zu den Malochern auf Schalke. Horst Heldt, der Manager der Knappen, würde ein großes Risiko eingehen, eine der umstrittensten Figuren des deutschen Fußballs als Trainer in Gelsenkirchen zu installieren.

Außer dem sicheren Proteststurm der Anhänger fehlt „Effe“ jegliche Erfahrung im Trainergeschäft. Trotz der guten Noten im verkürzten DFB-Trainerlehrgang wäre eine Anfängerstation für Effenberg das Richtige. Der Trainerposten bei der zweiten Mannschaft des FC Bayern hätte den Charme, dass Effenberg mit dem unmittelbaren Stallgeruch seiner größten Erfolge arbeiten kann.

Effenberg wirkt reifer als Matthäus. Das belegen auch seine Auftritte als TV-Experte. Die Annahme, dass er als erfolgreicher Spieler auch sofort ein Klasse-Trainer wird, ist für ihn aber eine zu große Hypothek.

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