Reinhard Rauball will von den Auslandserlösen mehr Geld an die Vereine weitergeben. Foto: Rainer Jensen
Reinhard Rauball will von den Auslandserlösen mehr Geld an die Vereine weitergeben. Foto: Rainer Jensen

Reinhard Rauball will von den Auslandserlösen mehr Geld an die Vereine weitergeben. Foto: Rainer Jensen

dpa

Reinhard Rauball will von den Auslandserlösen mehr Geld an die Vereine weitergeben. Foto: Rainer Jensen

Frankfurt/Main (dpa) - Die 18 Vereine der Fußball-Bundesliga erhalten künftig deutlich mehr Geld aus der stetig wachsenden Auslandsvermarktung der Liga.

Der Vorstand der Deutschen Fußball-Liga (DFL) beschloss nicht nur die Erhöhung des Grundbetrags für jeden Club, sondern auch eine neue Verteilung der Auslandserlöse. Danach werden die Gelder künftig nicht mehr in erster Linie nach Tabellenplätzen gestaffelt, sondern zu gleichen Teilen ausgeschüttet.

«Die aller Voraussicht nach signifikanten Erlös-Steigerungen der DFL im internationalen Bereich werden der Liga neue Spielräume in einem erheblichen Umfang verschaffen», sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball. «Von daher war es angebracht, noch einmal über den 2012 entwickelten Verteiler-Beschluss zu sprechen und schließlich Anpassungen vorzunehmen. Dabei haben sich insbesondere die Champions-League-Starter solidarisch gezeigt.»

Ab der Saison 2015/16 erwartet die DFL aufgrund des Vertrags mit dem Konzern 21st Century Fox des Medienmoguls Rupert Murdoch Auslandserlöse von 100 bis 150 Millionen pro Jahr. In der laufenden Saison liegt dieser Betrag noch bei 66 Millionen. Aus diesem Grund wird der Basisbetrag, der unter allen Vereinen aufgeteilt wird, für die Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 von derzeit 27 auf 45 Millionen Euro erhöht. Das bedeutet: Jeder Club erhält dann garantiert 2,5 Millionen Euro pro Saison aus der internationalen TV-Vermarktung.

Alles, was über diesen Basisbetrag von 45 Millionen und den Anteil von 1,8 Millionen Euro für die 18 Zweitliga-Clubs hinausgeht, wird ab 2015 «an jene Clubs ausgekehrt, die mit ihren Leistungen in der Champions League und der Europa League zur erfolgreichen Gesamt-Bilanz des deutschen Profi-Fußballs in den vergangenen Jahren beigetragen haben», wie es in einer DFL-Mitteilung heißt.

Wie viel genau das sein wird, kann die DFL noch nicht sagen. Sicher ist aber: Berechnungsgrundlage wird die UEFA-Fünfjahreswertung sein, nach der der FC Bayern München als amtierender Champions-League- Sieger und -Finalist des Jahres 2012 mit Abstand am meisten Geld zu erwarten hat. Aber auch ein Verein wie Hannover 96 erhält nach seinen Europa-League-Teilnahmen 2011/12 und 2012/13 noch einen zusätzlichen Teil der Auslandserlöse. Nach Angaben der DFL profitieren nach derzeitigem Stand elf Vereine von der neuen Lösung.

Auch wenn DFL-Chef Christian Seifert zuletzt erneut von einem «Rückstand von zehn Jahren im Vergleich zur Premier League» sprach, nimmt die Bundesliga durch ihre TV-Vermarktung im Ausland kontinuierlich immer mehr Geld ein. Von 2004 bis 2007 lagen diese Erlöse noch bei rund 12 Millionen Euro pro Saison.

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