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Christian Streich mag keinen Trubel um seine Person. Foto: Sven Hoppe

Christian Streich mag keinen Trubel um seine Person. Foto: Sven Hoppe

dpa

Christian Streich mag keinen Trubel um seine Person. Foto: Sven Hoppe

Hamburg (dpa) - Große Töne sind von Christian Streich selten zu hören. Deshalb nimmt der Trainer des SC Freiburg das Wort Europa League trotz des fast schon sensationellen Sprunges mit seinem Team auf Platz fünf in der Fußball-Bundesliga nicht in den Mund.

Er macht den Erfolg seines SCF ohnehin nicht am Tabellenstand, sondern an der Spielweise fest: «Die Arbeitseinstellung der Spieler, wie sie sich gegenseitig helfen, das macht die Mannschaft aus», weiß der an der Seitenlinie oftmals impulsive Fußball-Lehrer zu berichten.

Der sportliche Aufschwung seines Clubs, den Streich vor 15 Monaten auf dem 18. und letzten Tabellenrang übernommen hat, ist allerdings vor allem seiner Arbeit zu verdanken. Der Deutsche Fußball-Bund zeichnete ihn erst kürzlich mit dem Trainerpreis aus. «Ich nehme den Preis auch stellvertretend für die vielen Mitarbeiter in unserem Verein entgegen, die den Weg des SC Freiburg mitgegangen sind», sagte er bei der Ehrung in seiner wie immer bescheidenen Art.

Typisch Streich eben: Der 47-Jährige ist niemand, der sich selbst zu wichtig nimmt. Manchmal wird ihm das öffentliche Interesse sogar zu viel. Wahrscheinlich spuckt er deswegen keine großen Töne, spricht ungern von hohen Zielen. Sicher ist jedenfalls, dass er als Mann der leisen Töne der ideale Coach im beschaulichen Breisgau-Städtchen ist.

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