Stürmt
Der gebürtige Hamburger Eric-Maxim Choupo-Moting (l) spielt seit der WM 2010 für Kamerun. Foto: Fredrik von Erichsen

Der gebürtige Hamburger Eric-Maxim Choupo-Moting (l) spielt seit der WM 2010 für Kamerun. Foto: Fredrik von Erichsen

dpa

Der gebürtige Hamburger Eric-Maxim Choupo-Moting (l) spielt seit der WM 2010 für Kamerun. Foto: Fredrik von Erichsen

Mainz (dpa) - Das Abenteuer in Südafrika hat Eric Maxim Choupo-Moting Lust auf mehr gemacht. «Mein Traum ist die WM 2014 in Brasilien», sagt der Offensivspieler vom Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05, der seit der Weltmeisterschaft 2010 zum Stamm der Auswahl Kameruns gehört.

Der 22 Jahre alte gebürtige Hamburger hätte auch den Adler auf der Brust tragen können. Doch nach Stationen in der U19 und U21 des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) entschied er sich für das Heimatland seines Vaters und ist begeistert. «Da gibt es nur Flop oder Top. Wenn du gewinnst, wirst du gefeiert. Wenn du verlierst, kommst du kaum aus dem Stadion raus.»

In Südafrika war die WM-Party für ihn an der Seite von Weltstar Samuel Eto'o schon nach der Vorrunde beendet. Auch der Afrika-Cup 2012 geht ohne Kamerun über die Bühne, Senegal schnappte den «unzähmbaren Löwen» den Gruppensieg weg. Choupo-Moting hatte zumindest ein Erfolgserlebnis, als ihm im bedeutungslosen Spiel gegen die Demokratische Republik Kongo der Siegtreffer zum 3:2 gelang. «Für 2013 greifen wir wieder an, und natürlich für 2014», sagte der Mainzer, für den «jede Minute mit Kamerun ein Genuss» ist.

Den Spaß am Spiel hat er auch am Rhein nicht verloren. Die 05er sind die dritte Profi-Station des Mittelfeldspielers mit Sturmdrang. Beim Hamburger SV unterzeichnete er seinen ersten Vertrag. Als es an der Elbe nicht so lief, wurde Choupo-Moting an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen. Nach der Rückkehr sollte ein weiteres Ausleihgeschäft in der Winterpause 2010 zum 1. FC Köln führen. Es scheiterte allerdings an Problemen bei der Fax-Übermittlung, wodurch der unterschriebene Vertrag nicht rechtzeitig in der Geschäftsstelle der Rheinländer ankam.

2011 lief sein Kontrakt beim HSV aus und Mainz griff sich den talentierten und vielseitigen Spieler. «Er hat eine enorme körperliche Präsenz, einerseits durch seine Körpergröße, aber auch durch seine Ausstrahlung», sagte Trainer Thomas Tuchel, der sich sehr um den 1,90 Meter langen Schlaks bemühte.

Choupo-Moting will in Mainz den nächsten Schritt in seiner Karriere machen. «Ich fühle mich in der Region sehr, sehr wohl. Hamburg ist eine der schönsten Städte der Welt. Aber in Mainz und an meinem Wohnort Wiesbaden kann man sich noch besser auf den Fußball konzentrieren», meinte der Deutsch-Kameruner, der vor dem Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart in allen Partien zum Einsatz kam und drei Tore erzielte. «Mainz ist genau das richtige Pflaster. Hier kann er die letzten Prozente herauskitzeln, um seine Stärken so auf den Platz zu bringen, dass er Spiele allein entscheiden kann», sagte Tuchel.

Die in Mainz praktizierte offensive Spielweise kommt seinem neuen Schützling entgegen. Zudem stimme die Kommunikation in der Mannschaft. «Ich bin einer, der viel mit den Leuten redet. Das klappt bei uns super», meinte Choupo-Moting, der nach dem missglückten Saisonstart zur Ruhe mahnt. «Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen. Wir gehören nicht da unten hin und das werden wir auch beweisen.»

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