Borussia Dortmund freut sich auf das nächste Pokalfinale gegen den FC Bayern, bangt aber um seinen Kapitän.

BVB-Leitwolf Mats Hummels und Trainer Thomas Tuchel.
BVB-Leitwolf Mats Hummels und Trainer Thomas Tuchel.

BVB-Leitwolf Mats Hummels und Trainer Thomas Tuchel.

Bernd Thissen/dpa

BVB-Leitwolf Mats Hummels und Trainer Thomas Tuchel.

Berlin. Der Blick ging schnell nach vorn: 3:0 gegen Hertha BSC hatte Borussia Dortmund gerade im DFB-Pokal-Halbfinale gewonnen, es war eine Demonstration der Stärke des BVB. Und eine des großen Abstandes, der die beiden Spitzenteams in der deutschen Liga vom Rest trennt. Hertha BSC war bei der Dortmunder Delegation dann auch schnell abgehakt.

Am 21. März steigt das Traumfinale Dortmund gegen FC Bayern

„Zieht den Bayern die Lederhosen aus“, sangen die Fans voller Leidenschaft, weil nun am 21. Mai in Berlin zum vierten Mal seit 2008 das Traumfinale steigt: Dortmund gegen den FC Bayern. Klingt gut. Findet auch BVB-Trainer Thomas Tuchel: „Das hat sehr wohl eine Auswirkung, wie wir auf die Saison schauen. Es ist sehr wichtig, dass wir anerkennen, dass im Finale alles möglich ist. Das heißt, dass wir uns vorbereiten, dass wir sie schlagen können.“

Der BVB steht zum dritten Mal in Folge im nationalen Pokal-Finale. „Hätten wir es nicht erreicht, dann wäre aus einer sehr guten Saison eine enttäuschende geworden“, bekannte Kapitän Mats Hummels. Zum Finale gegen die Bayern sagte der 27-Jährige: „Es ist eine der größten Aufgaben im Weltfußball. Aber wir haben die Mittel, sie zu schlagen.“ Hummels steht inzwischen im Vordergrund des Dortmunder Kampfes um den Verbleib von Leistungsträgern. Er genießt bei 2017 auslaufendem Vertrag höchste Priorität: „Um Mats werde ich kämpfen, wie ich noch nie um einen Spieler gekämpft habe“, sagte Watzke der „Süddeutschen Zeitung“.

Die Entscheidung könnte Hummels Leben verändern

Für den Leitwolf ist es eine Art Lebensentscheidung.Einerseits reizt ihn die Chance, neue Erfahrungen bei einem Club mit besseren Titelchancen zu sammeln. Andererseits verspürt er Lust, die unter Tuchel begonnene Neuausrichtung mitzugestalten. Hummels scheint noch unentschlossen: „Es ist eine sehr schwierige Entscheidung. Das kostet mich seit einigen Wochen jede Nacht bestimmt eine halbe Stunde vor dem Einschlafen, weil mir das ganze Thema sehr nah geht“, sagte der 27-Jährige bei Sky. "Dass neben spanischen und englischen Spitzenvereinen auch der FC Bayern eine sehr große Chance auf Hummels haben dürfte, lässt sich aus einer zweiten Aussage lesen: „Wenn ich die Entscheidung irgendwann getroffen habe, dann werden alle verstehen, warum es so schwierig für mich ist“, sagte Hummels. Sein Vater Hermann ging gegenüber der „Sportbild“ einen Schritt weiter: „Wenn er Dortmund doch verlassen sollte, dann geht er nur zu einem der fünf, sechs Top-Vereine. Und zu diesen Clubs zählt selbstverständlich auch der FC Bayern.“

Verlust des Abwehrchefs würde BVB schwer treffen

Ein Verlust des Abwehrchefs würde den BVB schwerer treffen als der Abgang von Ilkay Gündogan, der sich offenbar mit Manchester City über einen Fünfjahresvertrag geeinigt hat. Dagegen stehen die Zeichen bei Henrikh Mkhitaryan auf Verbleib. Dem Vernehmen nach neigt der Tuchel-Liebling dazu, seinen bis 2017 datierten Vertrag zu verlängern. Einziger feststehender Zugang ist Mikel Merino (Osasuna). Laut Medienrichten liegt der BVB zudem im Transferrennen um das umworbene 18 Jahre alte Offensiv-Talent Ousmane Dembelé (Stade Rennes) gut im Rennen. Als möglicher Hummels-Ersatz gilt nach „Kicker“-Informationen der Leverkusener Ömer Toprak. Zudem halten sich hartnäckig Gerüchte über eine Rückholaktion von Mario Götze (Vertrag bis 2017 beim FC Bayern), für den der BVB in eine neue Gehaltsdimension vorstieße – bereit dazu ist man in Dortmund. kup/dpa

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