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Auf das Thema Marco Reus reagiert BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nur noch genervt. Foto: Caroline Seidel

Auf das Thema Marco Reus reagiert BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nur noch genervt. Foto: Caroline Seidel

dpa

Auf das Thema Marco Reus reagiert BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nur noch genervt. Foto: Caroline Seidel

Düsseldorf (dpa) - Hans-Joachim Watzke reagiert zunehmend unwirsch auf die Dauer-Diskussionen um einen vorzeitigen Wechsel von Fußball-Nationalspieler Marco Reus zum Bundesliga-Rivalen Bayern München.

«Es ist ein schönes Gesellschaftsspiel, dass sich jeder dazu äußert. Das nervt! Aber allmählich dürfte auch jeder etwas dazu gesagt haben», sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund der «Bild»-Zeitung.

Mit dieser Aussage konterte Watzke einen «Bild»-Beitrag von Bayern Münchens Ehrenpräsident Franz Beckenbauer. «Wenn Reus 2015 nicht zu Bayern wechselt, wird er vermutlich zu einem anderen internationalen Top-Club wie Real oder Manchester gehen. Dortmund wird ihn kaum halten können», hatte der «Kaiser» am Montag wissen lassen.

In der «Westfalenpost» verteidigte Watzke die Ausstiegsklausel im Vertrag von Reus, der 2012 aus Mönchengladbach nach Dortmund gewechselt war. «Damals waren wir nicht auf dem Level von heute. Aus heutiger Sicht hätte es keine Ausstiegsklausel gegeben, aber damals wollte er eine, es gab zehn Angebote und wir mussten einen Kompromiss schließen», erklärte Watzke. «Hätten wir es nicht gemacht, dann wäre er möglicherweise heute nicht bei uns.»

Zur belasteten Beziehung zu den Bayern-Verantwortlichen fügte Watzke hinzu: «Wir richten uns auf die nächsten Attacken ein, die werden kommen. Aber es wird uns keiner zerstören können.» Er sehe nicht ein, «warum wir irgendetwas entkrampfen sollten. Ich hätte es mir auch nicht träumen lassen, dass wir heute zu den Offiziellen von Schalke 04 sicher das bessere Verhältnis haben als zu den Bayern.»

Schon vor dem Supercup in der vergangenen Woche zwischen Dortmund und Rekordmeister Bayern hatte Watzke von einer «tiefgründigen Disharmonie» zwischen den beiden Vereinen gesprochen und eine Einladung der DFL zum gemeinsamen Mittagessen der Führungskräfte ausgeschlagen.

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