Jagdsaison
Ein Fan von Borussia Dortmund will endlich über die Meisterschaft jubeln.

Ein Fan von Borussia Dortmund will endlich über die Meisterschaft jubeln.

dpa

Ein Fan von Borussia Dortmund will endlich über die Meisterschaft jubeln.

Düsseldorf (dpa) - Die Jagd auf Spitzenreiter Borussia Dortmund hat begonnen, die Verschnaufpause in der Fußball-Bundesliga ist beendet. Allen voran Rekordmeister Bayern München bläst nach der Mini-Winterpause zur Attacke.

Trotz des Riesenrückstands auf den BVB hat der Tabellenfünfte, der wie die beiden anderen Champions-League-Starter Schalke 04 (10.) und Werder Bremen (14.) in der Hinrunde weit hinter den Erwartungen blieb, den 23. Meistertitel noch längst nicht abgeschrieben. «Wir wissen, dass es ein verdammt weiter Weg ist, aber auch, dass es nicht unmöglich ist», meinte Nationalspieler Mario Gomez vor dem Auftakt beim VfL Wolfsburg.

Der Titelverteidiger, der beim ehemaligen Fußball-Champion VfL Wolfsburg antreten muss, setzt dabei auf einen neuen Torwart und die langersehnte Rückkehr von Arjen Robben. Trainer Louis van Gaal hat sich für den jungen Thomas Kraft und zunächst gegen Jörg Butt als Nummer 1 entschieden. Kraft gehöre die Zukunft und er müsse nun beweisen, ob er dem Druck standhalten könne, sagte van Gaal, der mit seinem Team zwar deutlich hinter der Spitze liegt, aber noch die Champions-League-Plätze im Blick hat.

Von der Qualifikation für die europäische Königsklasse ist der FC Schalke zwar noch weit entfernt, doch einen internationalen Startplatz hat Trainer Felix Magath schon im Visier. Die vergangenen fünf Pflichtspiele gewannen die Königsblauen allesamt und blieben dabei in der Liga seit 272 Minuten ohne Gegentor. «Wir wollen angreifen und das Maximale herausholen», gab der Schalker Coach vor dem Heimspiel gegen den ebenfalls in der Vorrunde enttäuschenden Hamburger SV als Losung aus. Den zuletzt von großen Verletzungssorgen geplagten Hanseaten fehlen weiter Mladen Petric und Joris Mathijsen.

Vor einer schweren Rückrunde steht der viermalige Meister Werder Bremen. Sang- und klanglos in der Champions League und im DFB-Pokal ausgeschieden, in der Meisterschaft näher an der Abstiegszone als an den internationalen Startplätzen und weiterhin große personelle Probleme - Klaus Allofs hofft dennoch, dass sein Team den Ernst der Lage erkannt hat. «Die Mannschaft weiß genau, worum es geht. Da ist keiner dabei, der träumt. Alle wissen, dass wir in einer schwierigen Situation sind», sagte der Clubchef vor der Partie gegen die vom neuen Trainer Marco Pezzaiuoli trainierte Elf von 1899 Hoffenheim.

Im Abstiegskampf steht Borussia Mönchengladbach mit nur zehn Punkten mit dem Rücken zur Wand. Die drei Neuzugänge Martin Stranzl, Havard Nordtveit und Mike Hanke sollen schon im ersten Spiel beim 1. FC Nürnberg für die Wende sorgen. «Das ist ein wichtiges Spiel für uns, aber kein Endspiel», befand Trainer Michael Frontzeck, der weiter auf seine erste Innenverteidiger-Reihe mit Dante und Roel Brouwers verzichten muss. Auch die auf Rang 15 nur unwesentlich besser platzierte Elf des 1. FC Köln muss zum Rückrundenauftakt in Kaiserslautern gleich vier an Grippe erkrankte Spieler ersetzen. In Michael Rensing präsentierten die Rheinländer einen neuen Torhüter.

Gegen die Himmelsstürmer des FSV Mainz will der Tabellenvorletzte VfB Stuttgart seine Serie von sechs sieglosen Spielen beenden. «Wir sind in einer schwierigen Situation, aber wir nehmen das kämpferisch an», sagte der neue Trainer Bruno Labbadia. Ziel sei es, in den 17 ausstehenden Partien rund die Hälfte der 51 möglichen Punkte zu holen. «Damit müsste das Ziel Klassenerhalt zu erreichen sein.»

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