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VfB-Manager Fredi Bobic ärgert sich über die Verletzung von Arthur Boka.

VfB-Manager Fredi Bobic ärgert sich über die Verletzung von Arthur Boka.

dpa

VfB-Manager Fredi Bobic ärgert sich über die Verletzung von Arthur Boka.

Stuttgart (dpa) - Der VfB Stuttgart will an den Fußball-Verband der Elfenbeinküste wegen der schweren Verletzung von Arthur Boka im Testspiel gegen Mali ein Protestschreiben schicken. Dies teilte Fredi Bobic, der Manager des Bundesligisten, mit.

«Man muss die Sinnfrage stellen. Manche Sachen sind einfach Wahnsinn», sagte Bobic. «Wir Vereine bezahlen die Spieler.» Boka hatte sich beim 1:0-Sieg der Elfenbeinküste gegen Mali in Paris einen Innenbandriss im rechten Knie zugezogen. Der 27 Jahre alte Defensivspieler wird dem Tabellenvorletzten im Abstiegskampf voraussichtlich sechs bis acht Wochen lang fehlen. Der VfB-Sportdirektor kritisierte, dass die Partie der beiden afrikanischen Nationalmannschaften «in einem Fünftliga-Stadion» bei extrem schlechten Platzverhältnissen stattgefunden habe. Er bezweifelte den sportlichen Wert eines solchen Tests.

Trainer Bruno Labbadia erklärte, der VfB wolle prinzipiell, dass seine Profis zu ihren Nationalmannschaften gingen: «Aber man muss sich Gedanken machen. Es geht um die Belastung.» Man könne nicht einerseits die Überbelastung beklagen und dann die Spieler herumschicken. Labbadia und Bobic wiesen darauf hin, dass auch andere Bundesligisten die Abstellungspflicht kritisch beurteilten.

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