Die Zukunft von Michael Ballack liegt wohl nicht in Leverkusen. Foto: Rolf Vennenbernd
Die Zukunft von Michael Ballack liegt wohl nicht in Leverkusen. Foto: Rolf Vennenbernd

Die Zukunft von Michael Ballack liegt wohl nicht in Leverkusen. Foto: Rolf Vennenbernd

dpa

Die Zukunft von Michael Ballack liegt wohl nicht in Leverkusen. Foto: Rolf Vennenbernd

Lagos (dpa) - Im Sommer wird unter dem Bayer-Kreuz Wehmut aufkommen, wenn ein Großer des deutschen Fußballs mit ziemlicher Gewissheit Abschied von Leverkusen nimmt: Michael Ballacks zweite Ära bei der Werkself neigt sich ihrem Ende entgegen.

«Michael wird uns nach dieser Saison mit hoher Wahrscheinlichkeit verlassen» - klare Worte von Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser im Trainingslager in Lagos (Portugal).

Irgendwie will es Holzhäuser noch nicht ganz wahr haben, dass sich die Wege zwischen Bayer und Ballack trennen werden. «Definitiv ist das sicherlich nicht - im Fußball ist selten etwas definitiv.» Aber nach menschlichem Ermessen sieht es so aus, als ob der 35 Jahre alte Fußball-Star Ballack im Spätherbst seiner Karriere die Bundesliga-Rückrunde zu seiner Bayer-Abschiedstournee gestaltet.

«Aus meiner Sicht spricht wenig dafür, dass Michael seinen Zweijahresvertrag noch einmal verlängert», sagte Holzhäuser, dem in Lagos bislang keine Zeit blieb, das brisante Thema mit dem früheren Kapitän der Nationalmannschaft ausführlich zu besprechen. Es sei indes allen, auch Ballack-Berater Michael Becker, klar gewesen, «dass wir nach zwei Jahren auseinandergehen und das Projekt dann beendet ist», vertraute Holzhäuser der «Bild» an.

«Wenn Schluss ist, ist Schluss» - für Ballack war die Tendenz schon im November klar, als er seinen 100. Europacup-Einsatz im Champions-League-Spiel gegen seinen früheren Arbeitgeber FC Chelsea (2:1) mit dem Einzug ins Achtelfinale krönte. Dort wartet am 14. Februar im Hinspiel von Leverkusen der FC Barcelona auf Ballack und Co. - ein weiterer Höhepunkt in der persönlichen Erfolgsgeschichte des ehemaligen «Capitano», dem Holzhäuser eines von ganzem Herzen wünscht: «Einen würdigen Abschied aus der Nationalmannschaft.»

Es ist anzunehmen, dass Ballack trotz des Zwists mit Bundestrainer Joachim Löw dieses Holzhäuser-Ansinnen ebenfalls begehrlich findet. Den Rest will Ballack ganz simpel auf sich zukommen lassen. Er sei immer noch Fußballer und Profi - und keineswegs ein Auslaufmodell: «So lange ich es will, versuche ich es.» Ergo scheint Ballack nicht völlig auszuschließen, dass es auch nach Bayer eine Fortsetzung der sportlichen Laufbahn gibt.

«Michael ist exzellent gut drauf, der ist sowas von gut drauf», bescheinigt Holzhäuser seinem Star im portugiesischen Trainingslager. So gut, dass der Bayer-Chef eines für gewiss erachtet: «Er wird weiter auf hohem Niveau Fußball spielen können.» Ob in Leverkusen oder andernorts. Holzhäuser jedenfalls freut sich auf die Zeit, die Ballack unter dem Bayer-Kreuz noch bleibt. Möglicherweise sogar mit Verlängerung - «im Fußball weiß man ja nie».

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer